Verkehrssicherheit

Tipps zum Radfahren in Berlin

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Radfahren ist gesund, in Großstädten aber auch gefährlich. Wie du sicher durch Berlin radelst und dabei noch Spaß hast? Hier sind unsere Tipps, wie du das Fahrrad als bestes Transportmittel nutzen kannst…

Immer mehr Menschen wählen das Fahrrad als Transportmittel, um sich von A nach B zu bewegen. Kein Wunder – Radfahren hält fit, ist umweltschonend und hilft dabei, den Feierabendstau zu umgehen. Wer mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, kann auf diese Weise sogar Steuern sparen. Doch vor allem in Großstädten wie in Berlin ist es mitunter nicht ungefährlich, sich mit dem Fahrrad in den Verkehr zu stürzen. Hier passiert es öfter einmal, dass jemand beim Öffnen der Autotür oder beim Rechtsabbiegen einen Radfahrer übersieht. Die Dunkelheit in Herbst und Winter tut dabei ihr Übriges. Aus diesem Grund haben wir einige Tipps zusammengefasst, um sicherer und entspannter ans Ziel zu kommen.

Strecken vorab planen

Wenn möglich, macht es Sinn, seine Fahrradrouten so zu planen, dass man sich möglichst von lauten und hektischen Straßen fernhält. Auch wenn die Strecke dann etwas länger wird – in Berlin ist es an vielen Stellen möglich, durch Parks und Grünanlagen zu fahren. Ein gut ausgebauter Fahrradweg ist beispielsweise der Berliner Mauerweg oder der Weg am Teltowkanal entlang. Auch der Grunewald lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad entdecken. Auf vielen ausgebauten Radwegen kann man sich durch die Stadt bewegen und gleichzeitig in der Natur sein. Das entspannt, entschleunigt und senkt das Unfallrisiko.

Auf jedes Wetter vorbereitet sein

Wer regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, sollte auf jeden Fall einige Wechselsachen im Büro lagern. Das Rad als Verkehrsmittel zum Arbeitsplatz hat sowohl Vor- als auch Nachteile. In Berlin sind Herbst und Winter oft relativ düster und feucht. Es kann immer passieren, dass man unerwartet in einen Regenschauer kommt.Praktische Falt-Klappräder, welche es beispielsweise bei BIKE24 gibt, sind dann eine gute Wahl im Stadtverkehr. Stellt man am Nachmittag fest, dass das Wetter zu schlecht ist, um mit dem Rad heimzufahren, kann man es einfach zusammenklappen und den Bus nehmen. Zusätzlich ist es ratsam, einen leichten Regenponcho und eine Regenhose einzupacken. Diese Dinge nehmen nicht viel Platz im Rucksack ein, vermeiden jedoch, dass man später durchnässt im Büro sitzen muss.

Augen auf im Straßenverkehr!

Es gibt einige Elemente im Straßenverkehr, die harmlos aussehen, jedoch sehr gefährlich werden können. Dazu gehören Straßenbahnschienen und parkende Autos. Immer wieder passiert es, dass Radfahrer mit dem Vorderreifen in Straßenbahnrillen hängenbleiben und stürzen. Straßenbahnrillen sollten daher nur im 90 Grad Winkel überquert werden. Alternativ kann man auch einfach kurz absteigen und schieben. Außerdem kommt es immer wieder zu Unfällen, die dadurch entstehen, dass ein Autofahrer die Tür öffnet, ohne auf vorbeifahrende Radfahrer zu achten. Das Nachsehen haben dann in der Regel die Radfahrer, die in die Tür knallen. Ebenso gefährlich ist es, wenn Radfahrer versuchen, der Autotür auszuweichen und so in den Verkehr vorbeifahrender Autos geraten. Empfehlenswert ist es daher, stets etwa 1.5 Meter Abstand zu parkenden Autos einzuhalten. So ist noch immer genug Platz, um unfallfrei vorbeizufahren, wenn ein Autofahrer unaufmerksam die Tür öffnet.

Da man als Fahrradfahrer im Falle eines Unfalles stets das Nachsehen hat, macht es Sinn, selbst mitzudenken. Rechtsabbiegende LKWs gilt es zu meiden – hier sollte man sich stets hinter dem Fahrzeug aufhalten und den Abbiegevorgang abwarten. Die Fahrer müssen, um Radfahrer auf der rechten Seite zu erkennen, aktiv nach diesen Ausschau halten – was viele jedoch nicht tun. Außerdem sollte man sich nicht auf den Blinker verlassen: Lieber abwarten und ein wenig hinter den Fahrzeugen zurückbleiben.

Licht ist ein Muss!

Die meisten Menschen fahren im Winter im Dunkeln zur Arbeit und kommen im Dunkeln nach Hause. Umso wichtiger ist es, im Straßenverkehr mit ausreichend Licht ausgestattet zu sein, um gut gesehen zu werden. Idealerweise kommt zusätzlich noch eine Warnweste oder zumindest helle, reflektierende Kleidung hinzu. Auch andersherum macht Licht Sinn: So trägt es nicht nur dazu bei, dass man im Dunkeln gesehen wird. Man sieht auch selbst, wo man hinfährt, und riskiert nicht, auf matschigem Laub auszurutschen oder Wurzeln auf unebenem Untergrund zu übersehen. Ein weiterer wichtiger Sicherheitsaspekt ist der Helm. Natürlich ist es besser, Stürze gar nicht erst passieren zu lassen. Sollte es dennoch einmal dazu kommen, kann so manche gefährliche Kopfverletzung durch einen Helm verhindert oder abgemildert werden.

Fazit: Radfahren – Eine Mischung aus Spaß und Vorsicht!

Berlin ist nicht das einfachste Pflaster, wenn es ums Radfahren geht. Es gibt zwar gut ausgebaute und befahrbare Radwege – jedoch ebenso viele gefährliche und chaotische Kreuzungen. Mit etwas Planung und der passenden Sicherheitsausrüstung ist es dennoch möglich, angenehm mit dem Rad von A nach B zu gelangen. Dabei bekommt man gleich etwas frische Luft und lernt den einen oder anderen neuen Ort kennen. Also: Nicht verzagen, aber achtsam sein.

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