Berlin-Kreuzberg: Wohnkollektiv

Buntes Wohnprojekt in der Wilhelmstraße

Buntes Wohnprojekt in der Wilhelmstraße
Farbenfroh und lebendig: im Tommy-Weisbecker-Haus prallen Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten aufeinander.
Das Tommy-Weisbecker-Haus fällt in der Wilhelmstraße auf wie ein bunter Hund. Das bemalte Gebäude ist ein selbstverwaltetes Wohnkollektiv, in dem auch soziale Projekte und Nothilfe für Obdachlose einen Platz haben.

Seit 1973 existiert das Tommy-Weisbecker-Haus als selbstverwaltetes Wohnkollektiv in Berlin-Kreuzberg. Jugendliche und junge Erwachsene bekommen hier die Möglichkeit, selbstorganisiert zu leben. Auch Trebegänger – junge Menschen, die von Zuhause weggelaufen sind – werden willkommen geheißen. Sozialarbeiter stehen den Bewohnern, falls nötig, zur Seite. Der Verein Sozialpädagogische Sondermaßnahmen Berlin e.V., kurz SSB, ist Träger des Hauses.

Der Trägerverein engagiert sich seit seiner Gründung 1972 in vielen verschiedenen Wohn- und Arbeitsprojekten. Die jungen Bewohner des Tommy-Weisbecker-Hauses werden bei Problemen wie Sucht und Entzug oder Kontakten mit Ämtern beraten. Zu den weiteren Aktivitäten des Vereins gehören unter anderem das Jugendzentrum Drugstore und das Wohnkollektiv Mansteinstraße.

Eine bunte Mischung

Seit 1990 gibt es im Haus das bekannte Café „Linie 1“, in dem des Öfteren Konzerte stattfinden. Dort waren schon bekannte Bands wie Rage Against The Machine und Chumbawamba zu Gast. Überdies befindet sich seit dem Jahr 1994 das Hanfmuseum im Tommy-Weisbecker-Haus, das über die Geschichte der Nutzpflanze informiert. Die großformatigen Gemälde und Graffitis auf den Mauern des Hauses sind ebenfalls mehr als einen Blick wert.

Benannt ist die Einrichtung nach Thomas Weisbecker, einem Mitglied der „Bewegung 2. Juni“. Dieser wurde am 2. August 1973 in Augsburg von Polizisten bei einem Fluchtversuch erschossen. 2011 wurden zwei Autos vor dem Tommy-Weisbecker-Haus angezündet, die Flammen drohten, auf das Haus überzugreifen. Ein Bewohner wurde leicht verletzt. Die Täter werden in rechtsextremen Kreisen vermutet.


Quelle: kompakt

Tommy-Weissbecker-Haus, Wilhelmstr. 9, 10963 Berlin

Telefon 030 2512943

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