QIEZ-Lieblinge

Fünf regionale Lebensmittel aus Berlin

In der Moabiter Arminiushalle braut Michael Schwab unter anderem die Berliner Nacht.
In der Moabiter Arminiushalle braut Michael Schwab unter anderem die Berliner Nacht.
Wer regionale Lebensmittel kauft, hilft nicht nur, Energiekosten und die Umweltbelastung zu senken, sondern bekommt auch frische und sehr schmackhafte Produkte auf den Teller oder ins Glas. QIEZ stellt fünf besonders empfehlenswerte Köstlichkeiten aus der Region Berlin-Brandenburg vor.

Blutwurst aus der Blutwurstmanufaktur (Neukölln)

„Ritter der Blutwurst“? So was gibt’s? Aber ja, sogar mitten in Berlin, im tiefsten Neukölln. Marcus Benser heisst der stolze Caballero mit bürgerlichem Namen – und die schwarze Kochwurst seiner mehrfach prämierten Neuköllner Blutwurstmanufaktur ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Täglich wird hier die beste Blutwurst Berlins nach einer über einhundert Jahre alten Tradition frisch hergestellt. Das Rezept ist streng geheim, nur so viel sei verraten: die Schweine stammen aus bäuerlicher Aufzucht aus dem Umland und der junge Blutwurstritter zerlegt diese selbst.
Ach ja, der Rittertitel. Dieser wurde ihm verliehen von der „Confrérie des Chevaliers du Goûte Boudin“, einer der renommiertesten Gourmet-Organisationen Frankreichs. Respekt!
mehr Infos zur Blutwurstmanufaktur

Brot von der Bäckerei Endorphina (Neukölln)

Wer ein Brot der Neuköllner Bäckerei Endorphina in den Händen hält, darf sich glücklich schätzen: Es riecht und schmeckt nicht nur fantastisch, es ist zudem aus den Top-Bio-Zutaten der Region gefertigt. Natürlich traditionell mit der Hand, da dieser Berliner Bäckereibetrieb ebenso auf industrielle Fertigung mit Maschinen wie auf Backhilfen und Konservierungsstoffe verzichtet. QIEZ-Tipp: Der Besuch im Verkaufsraum lohnt sich – eine große Glasfront gibt direkt Einblick in die Herstellungsprozesse und das traditionelle Bäckerhandwerk.
mehr Infos zur Bäckerei Endorphina
 

Wilddöner vom Spezialitätenladen Dicker Bruno (Kreuzberg)

Klingt wild, schmeckt fantastisch: Wilddöner von der Berliner Kiezgröße Dicker Bruno. Imposant auch der Auftritt: Der Imbissladen an der Kreuzberger Marheinekehalle ist schon von weitem durch einen mächtigen Wildschweinkopf zu erkennen. Drinnen serviert Inhaber Gregor mit Berliner Schnauze nicht nur den großartigen Wilddöner, der für den kleinen bis großen Hunger in drei Größen zu haben ist, sondern auch frisches Fleisch, Salami, Grünkohl, Brühe und hausgemachtes Gulasch. Und Ex-Medizinstudent Gregor garantiert: Der dicke Bruno verwendet nur regionale Produkte, das Wildfleisch stammt hundertprozentig aus der Uckermark.
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Bier aus der Brauerei BrewBaker (Moabit)

So wie Berlin, so das Bier! Direkt, ehrlich, rau, aber auch vielschichtig und einfach großartig. Gebraut wird direkt in der historischen Arminiushalle in Moabit. 20 Sorten vertreibt die kleine Brauerei BrewBaker, von „Berliner Weisse“ über „Bellevue-Pils“ bis hin zu einem Starkbier; alle Gerstensäfte werden in Handarbeit hergestellt. QIEZ-Tipp für Bierfreunde: BrewBaker bietet Seminare im Bierbrauen oder zur Biergeschichte mit anschließender Verkostung an. QIEZ-Tipp Zwei: In der Arminiushalle an der Bar ein BB-Bier kosten. Und urteilen, ob der Slogan des Unternehmens stimmt: „BrewBaker – Nichts für Weicheier!“.
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Hoppel-Poppel aus der eigenen Küche

Dieses Berliner (Reste-)Essen kommt traditionell am Wochenanfang auf den Tisch. (Sonntags-)Bratenreste werden mit kleingeschnittenen Pellkartoffeln, Zwiebeln, Eiern und einem Schuss Sahne zu einer omelettähnlichen Mahlzeit vermischt. Hoppelpoppel-Fans verfeinern das würzige Pfannengericht mit frischem Schnittlauch und einer Original-Spreewaldgurke. Der lustige Name ist relativ schnell erklärt: popelige (kümmerliche) Reste sollten nicht hopsgehen (verderben).
Wir finden: Hoppelpoppel klingt nicht nur gut, sondern ist auch eine sehr charmant-clevere Art der Resteverwertung.

Fünf regionale Lebensmittel aus Berlin, Arminiusstraße 3, 10551 Berlin

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