Städtetrip nach Bremen

10 Dinge, die du an einem Wochenende in Bremen machen kannst

Klein, aber oho! Bremen ist zwar das kleinste Bundesland der Republik, sollte aber auf gar keinen Fall unterschätzt werden. Hier kommen 10 wunderbare Dinge, die du nur in der Hansestadt erleben kannst.

Durch das Schnoor-Viertel schlendern

Die New York Post hat bestätigt, was allen Bremer*innen schon längst klar war: Das Schnoor ist die coolste Straße der Welt. Nur einen Katzensprung von den Bremer Stadtmusikanten entfernt, liegt die Straße und ist ein absolutes Sightseeing-Highlight für alle Touristen. Das Schnoor-Viertel besteht aus sehr engen Gassen, unter anderem der Straße Schnoor, die dem Viertel seinen Namen gegeben hat. Hier stehen kleine, bunte Fachwerkhäuser, in denen du einiges an Kunst und Kulinarik entdecken kannst. Auch im kleinen Laden namens Weihnachtsträume solltest du vorbeischauen, denn hier bekommst du das ganze Jahr über selbst gemachten Weihnachtsschmuck.

Frühstücken im Café Marianne

Um gestärkt in das Wochenende zu starten, darf ein ausgiebiges Frühstück natürlich nicht fehlen. Was die Auswahl an Frühstückscafés in Bremen angeht, hat man aber auch in Bremen die Qual der Wahl. Im „Viertel“ – so nennt sich Bremens alternativer Szenekiez – reiht sich eine Location an die andere. Dennoch verschlägt es uns am liebsten ins Café Marianne in der Berliner Straße (was für ein Zufall). Täglich bis 14 Uhr kann in dem süßen Eck-Café gefrühstückt werden. Das liebevoll hergerichtete Frühstück hält viele hausgemachte und vegane Varianten bereit, sowohl süß als auch herzhaft. Außerdem gibt es fabelhaften Kuchen und Waffeln. Wer will, macht es sich danach noch mit einer Tageszeitung auf der Terrasse gemütlich.

Kunst auf der Kulturmeile entdecken

Bremen kann auch Kultur! Als Kulturmeile wird der Abschnitt zwischen Ostertor und Altstadt bezeichnet, denn hier reiht sich eine kulturelle Institution an die nächste. Los geht’s mit der Hochschule für Künste, in der sowohl Bildende Kunst als auch Musik gelehrt wird. Besonders lohnenswert sind die Hochschultage, an denen die Türen der Ateliers und Studios für alle geöffnet werden. Schlendert man dann an der Stadtbibliothek vorbei, kommt man zur Kunsthalle – ein bedeutendes Kunstmuseum, das immer wieder wechselnde Ausstellungen zeigt. Direkt daneben befindet sich das Wilhelm-Wagenfeld-Haus, welches ausschließlich Ausstellungen zum Thema Design präsentiert. Und zu guter Letzt sollte ein Besuch des Theater Bremens nicht fehlen, in dem sowohl Opern, Schauspiel, Tanz- und Kindertheater vorgeführt werden.

Die besten Eierkuchen auf dem Pannekoekship probieren

Das Pannekoekship – oder auch Pfannkuchenschiff genannt – ist besonders für Kinder ein Highlight. Denn das Schiff ist ein originalgetreuer Nachbau einer Fregatte von 1805. Hier kann man nicht nur das seemännische Interieur bewundern, sondern hat vom Deck einen prima Blick auf die Weser. Die Krönung: Hier bekommst du die besten Pfannkuchen (für Berliner*innen: Eierkuchen) der Stadt und zwar in 100 verschiedenen Varianten, sowohl süß als auch herzhaft. Ja, da läuft einem schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammen.

Bremens Unterwelten entdecken

Hinter dem Bremer Hauptbahnhof steht ein Antikolonial-Denkmal: ein großer Elefant aus Backstein. Das Denkmal an sich ist natürlich schon nett anzusehen, aber der Elefant ist auch aus einem anderen Grund einen Besuch wert. Hier beginnt nämlich die Führung der Bremer Unterwelten. Wer hätte gedacht, dass sich unterhalb der Stadt eine verborgene Welt befindet? Es geht durch Kerker, Keller und ehemalige Gefängnisse. Geheime Tunneltüren werden geöffnet und Kulissen entriegelt, die sonst nur selten zugänglich sind.

Tierbabys im Bürgerpark beobachten

Zwar ist auch ein Spaziergang durch Bremens Altstadt oder entlang der Weser wunderbar, aber so richtig erholen kann man sich wohl am ehesten im Bürgerpark und im angrenzenden Stadtpark. Hier kannst du nicht nur Boote leihen und Minigolf spielen, sondern vor allem auch süße Tiere beobachten. Ziegen, Schafe, Schweine, Esel und kleine Meerschweinchen leben hier in den Tiergehegen. Vor allem, wenn der tierische Nachwuchs da ist und es überall wiehert, meckert und scharrt, wird der Bürgerpark zu einer echten Touristenattraktion.

Auf ein Bierchen im Litfass

Eine Kneipentour durch das „Viertel“ sollte bei deinem Bremen-Besuch natürlich nicht fehlen. Und die beginnt am besten in der Kulturkneipe Litfass. Über 25 Jahre gibt es die schlauchförmige Institution mittlerweile schon. Wer Glück hat, ergattert sich im Sommer einen Platz auf der großen Terrasse und kann von dort aus das lebendige Treiben auf den Straßen beobachten. Hin und wieder finden im Litfass auch Konzerte und Lesungen statt und im Winter steht hier eine Glühweinbude mit dem wahrscheinlich besten Glühwein der Stadt. Und für alle Fans von Werder Bremen: Fußball wird im Litfass auch gezeigt.

Rollo essen bei Tandour

Vergiss den Döner! In Bremen isst man Rollo. Noch nie gehört? Kein Wunder, dann hierbei handelt es sich um eine echte Bremer Spezialität. Das Rollo besteht aus einem Brotfladen, der wie der Name erraten lässt, zu einer Rolle gedreht wird. Gefüllt wird die Teigrolle dann mit Salat, Gemüse, Käse, Hummus und Fleisch – natürlich gibt es auch vegetarische und vegane Varianten. Wir empfehlen euch, euer Rollo „am Eck“ zu essen. Und zwar bei Tandour, dem Alt-Meister und wahrscheinlich Erfinder des Rollos.

Eisen-Taufe überstehen

Die urige Kneipe Eisen am Sielwall ist nicht nur ein Werder-Hotspot, sondern absolut Kult und ein Muss für alle Neu-Bremer*innen. Und wer besonders unerschrocken ist, der sollte auch gleich die Eisen-Taufe mitnehmen: Eine Art Mutprobe, bei der ihr den Schnaps mit dem furchteinflössenden Namen Krabbel die Wand Uff trinkt. Aber Achtung, der Drink heißt nicht umsonst so und ist nichts für zarte Gaumen. Auch empfehlenswert ist der Betonmischer, der dich sicherlich mit Kopfschmerzen am nächsten Morgen begrüßen wird.

Feiern auf der MS Treue

Volle Fahrt voraus! Wer zum Abschluss seines Wochenendes in Bremen die Nacht zum Tag machen möchte, dem legen wir die MS Treue ans Herz. Auf dem alten Betonschiff, das an der historischen Uferpromenande der Weser liegt, finden nämlich Wochenende für Wochenende ausgedehnte Elektropartys statt. Unter der Woche kann man auf der Treue, wie das Schiff von Einheimischen genannt wird, verschiedene Veranstaltungen wie Konzerte und Leseungen besuchen.

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