Tourismus in der Stadt

Verliebt in Berlin

Klick klick! Touris lieben Berlin.
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Alle lieben unsere Stadt. Nicht nur die Berliner selbst. Sondern auch Touristen von überall her. 2011 gab es so viele Touristen in der Hauptstadt wie nie zuvor. Der Anteil ausländischer Gäste bleibt aber gering. Und die Betten sind auch längst nicht ausgelastet - das soll sich in den nächsten Jahren ändern.

Schon seit zehn Jahren kann Berlin kontinuierlich steigende Tourismuszahlen verzeichnen. 2011 erfassten Hotels, Hostels, Pensionen und Campingplätze der Stadt insgesamt 9,9 Millionen Gäste, neun Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus der Jahresbilanz der Tourismusagentur Visit Berlin hervorgeht.

Diese verbrachten im Schnitt 2,3 Nächte in der Stadt, wodurch sich die Rekordzahl von 22,4 Millionen Übernachtungen ergibt – ebenfalls ein ordentliches Plus von 7,5 Prozent im Vergleich zu 2010.

Weniger international als national

Erstaunlicher Weise waren 59 Prozent der Gäste von 2011 aus dem Inland, 31 Prozent aus Rest-Europa und nur rund zehn Prozent aus dem nicht europäischen Ausland. In Sachen Internationalität liegt Berlin damit weit abgeschlagen hinter fast allen 24 untersuchten europäischen Hauptstädten, wie aus einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger hervorgeht. In London und Paris liegt der Anteil ausländischer Gäste bei 79 beziehungsweise 63 Prozent – gegenüber 41 Prozent in Berlin. Auch andere beliebte Reiseziele wie Rom, Madrid, Istanbul, Budapest oder Wien registrierten einen höheren Ausländeranteil unter den Gästen. Nur Oslo nicht.

Betten-Hochburg

Was außerdem aus der Statistik hervorgeht: Auch 2011 hat sich die Anzahl der Betten in Berlin weiter erhöht – und seit dem Jahr 2000 sogar verdoppelt. 2011 lag die Auslastung dieser bei 51,2 Prozent. Angesichts dieses Überangebotes dürfte es den Hoteliers weiter nicht glücken, deutlich höhere Zimmerpreise durchzusetzen. Was für die Hotelbetreiber nicht einfach ist, dürfte aber Grund für die weiter steigende Attraktivität der Stadt sein: „Berlin ist die einzige Weltstadt, die nicht die Welt kostet“, meinte Burkhard Kieker, Geschäftsführer von Visit Berlin. Er wies zudem darauf hin, dass die tatsächliche Zahl der Übernachtungen noch um etwa drei Millionen höher liegen könnte.

Zielsetzung: mehr Übernachtungsgäste

Berlins Wirtschaftssenatorin Sybille von Obernitz (parteilos) will, dass die Zahl von aktuell 22,4 Millionen Übernachtungen bis zum Jahr 2020 auf 30 Millionen gesteigert wird. Der Senat wolle helfen, wo er könne. Grundsätzlich müsse man Berlins Rolle als Messe- und Kongressstadt stärken und Berlin weiter als Standort der Gesundheits- und Kreativwirtschaft präsentieren. Eine zentrale Rolle spiele sicher die Eröffnung des neuen Flughafens BER im Juni.  

Doch von der Flut an Hotel- und Hostel-Eröffnungen sind die Bürger wenig begeistert, in innerstädtischen Bezirken gibt es Bürgerinitiativen dagegen. Dazu sagte die Senatorin, sie nehme die Bedenken der Bürger ernst. Letztlich aber brauche die Stadt mehr Gäste. „Ich appelliere an alle Berliner, den Tourismus als Chance zu begreifen für mehr Wirtschaftskraft und neue Jobs“.

Berlin ist noch nicht so überladen wie andere Städte. So sind kleinere Städte wie Lissabon, Prag oder Amsterdam deutlich stärker getroffen, da hier der Anteil der Touristen an der Gesamtbevölkerung höher sei.

Geplante Bettensteuer

Zur geplanten City-Tax, die die Berliner Koalition wahrscheinlich ab Januar 2013 einführen will, sagte Obernitz, dass noch nicht klar sei, wie viel der Einnahmen daraus auch wieder in den Tourismussektor der Stadt zurück fließen sollen. Sie sagte aber eine „gewissenhafte Prüfung“ des Senats zu. Für Touristen bedeutet die City-Tax: Pro Übernachtung müssen sie eine Steuer in Höhe von fünf Prozent des Zimmerpreises zahlen.

Europa-Meister

Von den Beratern von Roland Berger bekommt Berlin insgesamt ein gutes Zeugnis. „Berlin ist Wachstumsmeister in Europa“, erklärte Vladimir Preveden, Partner der Unternehmensberatung. Demnach holt Berlin nach Zahlen für das Jahr 2010 bei Übernachtungen den dritten Platz hinter London (48,7 Millionen) und Paris (35,8 Millionen). In einem Ranking, das auch Faktoren wie Flughafennähe und Erlöse der Hoteliers berücksichtigt, landet Berlin nach Paris, Amsterdam und Stockholm auf Rang vier.


Quelle: Der Tagesspiegel

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