PopUp Berlin lädt zu einem Treffen ein

Erstes bundesweites Treffen der Pop-Up-Szene

Erstes bundesweites Treffen der Pop-Up-Szene
Die Pop-Up Szene trifft sich in Berlin.
Rosenthaler Platz - Kurz nach der Wende gab es viele leerstehende Räume in Berlin: Hier öffnete – meist illegal – ein Club dort schloss eine Bar, in denselben Räumen entstand ein Restaurant oder ein Weinkeller. Das Pop-Up Konzept funktionierte damals schon in der Hauptstadt – nur unkoordiniert. Jetzt soll das Ganze mit Hilfe des Internets bundesweit professionell aufgezogen werden.

Gestern Abend trafen sich die zumeist jungen Leute der Pop-Up Szene zum ersten bundesweiten sogenannten „Meet Up“ im hippen Mitte im Mein Haus am See. Diese Location ist nicht zufällig gewählt: Sie gehört zur Szene und funktioniert nach dem Pop-Up Prinzip: „Hier oben ist immer eine Bar, unten ist ein Club, den kann man für Veranstaltungen mieten und Teile des Ladens da vorne am Fenster können als Verkaufsfläche genutzt werden“, erklärt Patrick Burkert von der Internetplattform PopUp Berlin.

Das junge Start-up vernetzt kreative Leute, die für kurze Zeit einen Raum für ihre Ideen brauchen mit Vermietern, die leerstehende Räume für diesen Zweck zur Verfügung stellen. „Wir kümmern uns sowohl darum passende Räume für die jeweiligen Interessenten zu finden als auch um die Vermarktung der Produkte via Social Media und mittels Events“, so Burkert weiter.

Pop-Up – auch ideal für Mütter

An dem Abend sind etwa 50 Interessierte im Souterrain des Hauses am See: Designer und Künstler, aber auch Vermieter. Sie sollen sich bei diesem ersten Treffen kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen. So ist eine Frau da, die Leute sucht, die ihre Räume in einem Hinterhof in der Auguststraße für Ausstellungen oder als Eventlocation nutzen wollen. Andere Teilnehmer wollen vom PopUp Berlin- Team wissen, wie es mit Kurzzeitmietverträgen ist, wieder andere wie es mit Versicherungen aussieht.

Im Pop-Up Business erprobte Gäste wie Dimitra Zavakou berichten von ihren Erfahrungen mit Vermietern, die sie verständnislos ansahen als sie nach Räumen für Pop-Ups fragten. Sie sagt, dass dieses Prinzip in Deutschland noch unbekannt sei und bei Vermietern herrsche die Meinung, Kurzzeitverträge seien nicht rentabel. Auch die Bürokratie hierzulande wird von vielen, meist englischen und skandinavischen, Teilnehmern beklagt.

Nach der Frage-Antwort-Runde kommen einige Frauen miteinander ins Gespräch; Dimitra wird noch einmal gefragt, wie sie zur Pop-Up-Idee gekommen ist. Die junge Mutter sagt, dass dieses Geschäftsmodell für sie ideal sei, weil sie keinen Laden hat, den sie permanent betreiben muss. Da könne sie sich auch einmal Zeit für ihre Kinder nehmen. Es gäbe noch andere Vorzüge, sagt ein junger Mann: „Du kannst live sehen, ob dein Produkt oder deine Idee, die du bisher online vermarkten wolltest, offline ankommt, du kannst dich ausprobieren.“ In den USA – vor allem in New York – erzählt eine Teilnehmerin, sei es selbstverständlich, dass mehrere Leute einen Laden für verschiedene Dinge teilen. Das ginge bei den hohen Mieten dort überhaupt nicht anders.  

Pop-Up fördert Vielfalt

In Berlin gibt es so viel Leerstand, überall eröffnen Shopping Malls und an jeder Ecke gibt es ein Starbucks, kleine individuelle Konzepte hätten kaum noch eine Chance, beklagtt Patrick Burkert, er aber wolle Vielfalt. Darum wollen er und sein Team mehr Aufklärungsarbeit betreiben und dafür sorgen, dass Mietverträge in Deutschland vereinfacht werden.

Mein Haus Am See, Brunnenstraße 197-198, 10119 Berlin

Telefon 030 27590873

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