Eingepackte Literatur versüßt den Alltag

Ein Blind Date mit einem Buch

Die Idee kam den Initiatoren, als sie im Internet auf seltsam eingepackte Bücher stießen. Da sie sowieso Bücherliebhaber sind, war es nicht schwer, ein Konzept daraus zu machen.
Die Idee kam den Initiatoren, als sie im Internet auf seltsam eingepackte Bücher stießen. Da sie sowieso Bücherliebhaber sind, war es nicht schwer, ein Konzept daraus zu machen.
Berlinweit – Im Zeitalter der E-Books verringert sich die Zahl der Menschen, die sich mit der Printausgabe der Bücher abgeben. Genau deswegen liegen auch immer mehr Bücher sinnlos in der Wohnung herum und keiner weiß, wohin damit. Piotr Drozd und Nadia Gorchakova kennen die Lösung.

Erst seit zwei Wochen gibt es das Projekt „Bookflaneur“, bei dem die Berliner ein sogenanntes Blind Date mit einem Buch haben. Diese Idee klingt skurril, ist aber ein sehr schönes Projekt. Via Twitter und Google Maps werden die Daten für das nächste „Date“ übermittelt. Dann haben die Leser die Möglichkeit, dorthin zu fahren und das Buch zu finden. Eingepackt in einem bedruckten Umschlag, auf dem „Hey Stranger!“ steht, darf man es mitnehmen.

Den Titel des Buchs erfährt man erst, wenn es ausgepackt wurde. Den Countdown für das nächste Blind Date finden Sie auf der Homepage von Bookflaneur. Dort können Sie sich auch die bisherigen Bücher anschauen. Wenn man absolut kein Bücherfreund ist, kann man auch die rumliegenden Exemplare an Piotr und Nadia verschenken. Die beiden freuen sich sicherlich über gespendete Exemplare.

Über ein Foto zur Idee

Die Idee des ganzen Projektes kam Piotr beim Stöbern im Internet, als er ein seltsames Foto von eingepackten Büchern fand. Das stammte von australischen Bibliothekaren, die ihre Bücher einpackten, das Genre draufschrieben und an willige Leser verteilten.

Bei dem Konzept von „Bookflaneur“ kommt zum Weihnachtsfeeling auch noch die Abenteuerlust. Das Buch muss schließlich erst einmal gefunden werden, bevor man es auspacken kann. Piotr und Nadia wollen es den Teilnehmern auch nicht zu leicht machen und verschicken nur ungefähre Ortsangaben.

Momentan werden nur englischsprachige Bücher zum „Blind Date“ geschickt, aber demnächst sollen auch deutsche Ausgaben auf die Reise gehen.

 

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Ein Blind Date mit einem Buch, Eberswalder Straße, 10435 Berlin

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