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Was macht eigentlich eine Tiersterbebegleiterin?

Was macht eigentlich eine Tiersterbebegleiterin?
Nicht nur Katzen und Hunde - auch Pferde sind Gabriele Zuskes Patienten.
Wenn es ernst wird für Hund und Herrchen, ist Gabiele Zuske zur Stelle. Die Tierpsychologin und -homöopathin bietet in ihrer mobilen Tierheilpraxis "Tiersterbebegleitung" an. Über Ihre ungewöhnliche Tätigkeit hat Zuske mit QIEZ gesprochen.

QIEZ: Frau Zuske, sie sind „Tierpsychologin und -homöopathin“. Was kann man sich unter Ihrem Beruf vorstellen?

Gabriele Zuske: „Als Tierpsychologin betreue ich Tierbesitzer mit kleinen oder großen Tierproblemen. Dazu gehören beispielsweise Unsauberkeit bei Katzen, Aggressionen gegenüber dem Menschen oder anderen Tieren oder Angstverhalten. Es geht auch um erzieherische Maßnahmen bei Katzen, die ständig mauzen oder Unsinn treiben. Bei Hunden sind es eher die Trennungsangst, Aggressionen gegen andere Hunde oder gegen Menschen, das Erlernen der Leinenführigkeit oder das Abgewöhnen von Jagdverhalten.“

Wie sehen in solchen Fällen therapeutische Maßnahmen aus?

G.Z.: „Die Probleme werden durch Training und verändertes Verhalten des Menschen dem Tier gegenüber oder durch eine Umstellung des Umfeldes beeinflusst. Der Mensch lernt dabei, das unerwünschte Verhalten in gewünschte Bahnen umzulenken. Hier können auch Naturheilmittel wie homöopathische Mittel oder Bachblüten eingesetzt werden, um Ängste und Aggressionen zu mildern.

Im Krankheitsfall arbeite ich dann aber auch als Tierhomöopathin oder Tierheilpraktikerin mit Naturheilmitteln, also oft dort, wo der Tierarzt keine Lösungen mehr sieht und die Tiere austherapiert sind. Gerade Tiere, die sich bereits in der Sterbephase befinden, reagieren oft noch recht gut auf Naturheilmittel. Dadurch konnten bereits einige Tierchen noch einige Jahre oder Monate weiter leben. Sterbebegleitung bedeutet hier also auch zu versuchen, die noch vorhandene Lebenskraft vielleicht noch einmal zu aktivieren.“

QIEZ: Erzählen Sie mehr über die Tiersterbebegleitung! Was hat es damit auf sich und wie kommt man auf die Idee für dieses eher ungewöhnliche Angebot?

G.Z.: „Ich betreue hierbei die Tierbesitzer in ihrer schwersten Stunde. Es muss oft erst überhaupt der Entschluss gefasst werden können, ein Tier zu erlösen. Da hilft es, mit jemandem darüber reden zu können. Zum anderen gibt es in der Homöopathie und bei der Bachblüten-Therapie Mittel, die es dem Tier erleichtern, gehen zu können und dessen Schmerzen zu lindern. Diese kann man dann ganz natürlich in der Sterbephase einsetzen.

Ich bin dazu gekommen, weil ich schon oft selbst diese Erfahrungen machen musste und nie einen Ansprechpartner in dieser Richtung zu Rate ziehen konnte. Mir ist es immer unendlich schwer gefallen, den letzten Schritt zu gehen, weil es das Für und Wider dazu gibt. Ein Außenstehender kann hier oft anders hinschauen und mithelfen, eine Entscheidung zu treffen.“

QIEZ: Wie läuft eine Tiersterbebegleitung ab? Sind damit Kosten verbunden?

G.Z.: „Der Tierbesitzer kontaktiert mich, per Telefon oder Mail oder vereinbart einen Hausbesuchstermin. Dann werden die Erkrankung und noch möglichen Chancen des Tieres, durch eine naturheilkundliche Behandlung weiterzuleben, besprochen. Beispielsweise habe ich bei einer Katze, bei der der Tierarzt dazu geraten hatte, sie einzuschläfern, die Ernährung umgestellt und Naturheilmittel verabreicht – nach 14 Tagen hatte sich die Katze soweit erholt, dass an ein Einschläfern nicht mehr zu denken war! Bei Tieren, die aber wirklich gehen möchten, kann man dann dem Tierbesitzer helfen loszulassen und dem Tier mit Naturheilmitteln ebenfalls in diese Richtung behilflich sein. Eine Beratungsstunde kostet 80 Euro. Ich rechne hierbei aber sehr moderat ab und berechne nicht jede Minute.“

QIEZ: Gab es auch schon ungewöhnliche Fälle, die Ihnen in Ihrer beruflichen Karriere untergekommen sind?

G.Z.: „Eine Katzenbesitzerin rief mich an, weil sie vermutete, dass ihre Katze stirbt. Ich sollte sofort zu ihr kommen. Vor Ort verabreichte ich der Katze ein homöopathisches Mittel – nach zehn Minuten stand diese Katze auf und lief zum Futterplatz und begann mit dem Fressen. Der Katze ging es von dieser Minute an wieder lange Zeit sehr gut.“

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Mobile Tierheilpraxis für Tierpsychologie, Tierhomöopathie u. Naturheilkunde, Kameruner Straße 15, 13351 Berlin
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