Erste Berliner Wertewochen Lebensmittel

In den Topf statt in die Tonne

Thomas Heilmann, Senator für Justiz und Verbraucherschutz und Sabine Toepfer-Kataw, Staatssekretärin für Verbraucherschutz, werben für die Initiative "In den Topf statt in die Tonne".
Thomas Heilmann, Senator für Justiz und Verbraucherschutz und Sabine Toepfer-Kataw, Staatssekretärin für Verbraucherschutz, werben für die Initiative "In den Topf statt in die Tonne".
Berlinweit - Lebensmittel sind, wie das Wort bereits verrät, Mittel, die wir zum Leben benötigen. Fraglich also, warum 82 Kilogramm wertvoller Nahrungsgüter pro Person jährlich weggeworfen werden. In Geld umgerechnet wären das immerhin rund 235 Euro, die so ungenutzt im Abfalleimer landen. In den Wertewochen Lebensmittel geht es darum, zu zeigen, wie Lebensmittel sinnvoll verwertet werden können, so dass am Ende wertvolles Essen vor der Tonne bewahrt und zugleich bares Geld gespart wird.

„Gewusst wie“ heißt es daher im Rahmen der heute startenden Aktionswochen rund um das Thema Wertschätzung von Lebensmitteln, die vom 25. September bis zum 6. Oktober berlinweit stattfinden. Ziel ist es, die Verbraucher für den Umgang mit nicht mehr ansehnlichen oder übriggebliebenen Nahrungsmitteln zu sensibilisieren und ihnen zahlreiche Tipps für kreative Koch- und Verwertungsideen an die Hand zu geben.

Initiiert wird das Projekt von der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz, die über 50 Organisationen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen für die Aktion mobilisieren konnte. Darunter beispielsweise die Verbraucherzentrale Berlin, die CARIsatt-Läden des Caritasverbandes, Slowfood Berlin, die Kiezküchen und viele mehr.

Von Malerei bis Honigwein – 70 Aktionen für Groß und Klein

Angeboten werden in dem 12-tägigen Programm rund 70 vielfältige Aktionen zum Mit- und Nachmachen. So können Kinder während des gesamten Veranstaltungszeitraumes an einem Mal- und Rezeptwettbewerb teilnehmen, mit dem das Traditionsunternehmen Lindner diese animieren möchte, auch aus weniger ansehnlichen Lebensmitteln, leckere Rezepte zu zaubern.

Das Schul-Umwelt-Zentrum Mitte lockt dagegen mit der Aktion „Leckerer Garten-Ab-Fall“. Hier wird in einem zweistündigen Kurs unter anderem gezeigt, was es für essbare „Unkräuter“ gibt, wie aus Fallobst Saft gewonnen werden kann und wie man Met (Honigwein) aus einem Bienenstock bekommt. Alles Beispiele dafür, dass vermeintliche Abfallprodukte noch so manche Leckerei hergeben.

Filme, Vorträge und mehr

Einschneidend das Bewusstsein zum Thema Lebensmittelverschwendung schärfen dürften auch die Filmvorführungen „Taste the Waste“ im Filmtheater am Friedrichshain (26. und 27.10.), „We feed the World“ auf dem StadtGut Blankenfelde sowie der Vortrag „Teller statt Tonne! – Mehr Wertschätzung für Lebensmittel“ in der Verbraucherzentrale Berlin am Hardenbergplatz.

Wer mehr über die Initiative und zu Veranstaltungen in seiner Nähe erfahren möchte, der sollte einen Blick auf die Webseite der Wertewochen Lebensmittel werfen, auf der alle Aktionen übersichtlich in einem Veranstaltungskalender zusammengefasst sind.

Verbraucherzentrale Berlin e.V., Hardenbergplatz 2, 10623 Berlin

Telefon 030 214850
Fax 030 2117201

Webseite öffnen
E-Mail schreiben


Montag bis Freitag von 10:00 bis 16:00 Uhr

Weitere Artikel zum Thema

Food
„Regionalfenster“ im Test
In verschiedenen Berliner Supermärkten wird bis März das sogenannte "Regionalfenster" ausprobiert. Es informiert den Verbraucher […]
Essen + Trinken | Freizeit + Wellness
Top 10: Kochkurse in Berlin
Essen macht glücklich, aber Kochen macht Spaß. Wenn du Kochen lernen willst oder Lust hast […]
Restaurants | Essen + Trinken
Top 10: Ramen in Berlin
Ramen ist echtes Soul Food aus Japan. Die japanischen Nudeln erobern das hungrige Berlin mit […]