Umweltfreundlicher Tipp

Upcycling–Trend: So tapezierst du Möbelstücke

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Man muss nicht immer Neues kaufen, wenn man sich an Altem sattgesehen hat. Der Upcycling-Trend hilft dir nicht nur günstig tolle Möbel zu bekommen, sondern ist auch noch gut für die Umwelt. Unsere Tipps...

Abgenutzte oder kaputte Gegenstände zu stylischen Einrichtungsideen aufzuwerten, liegt im Trend. In vielen Zusammenhängen bieten sich upgecycelte Möbel zugunsten eines neuen Wohlgefühls geradezu an. Ob es nun darum geht, Altbauwohnungen schick zu machen oder sich im angesagten Retro-Stil einzurichten: Was du über den Upcycling-Trend wissen solltest und wie das Aufwerten alter Möbel mit Tapeten gelingt, steht hier.

Upgecycelte Möbel: Wie Vliestapeten der Umwelt und dem Geldbeutel helfen

In Berlin stehen alle Zeichen auf Klimaschutz. Von der Elektrifizierung des Verkehrs bis hin zu Dämmmaßnahmen und bewusstem Konsum tragen die unterschiedlichsten Dinge zur Verlangsamung des Klimawandels bei. Auch die Reduzierung von Abfall ist ein wichtiger Schritt. In eben diesem Zusammenhang hat sich Upcycling zum Trend entwickelt. Beim Upcycling geht es in erster Linie darum, ausgediente Gegenstände aufzuwerten und ihnen eine (neue) Daseinsberechtigung zu geben. Dazu werden sie nicht nur repariert, sondern oft auch zweckentfremdet: beispielsweise bei Euro-Paletten, aus denen Regale oder Tische gebaut werden. In diesem Sinne reduziert Upcycling das Müllaufkommen und verlängert die Lebensspanne von Rohstoffen, was im Rahmen des Umweltschutzes wichtig ist. Indem du alten oder entsorgten Dingen ein zweites Leben schenkst, schonst du aber nicht nur die Umwelt. Gerade im Zusammenhang mit Möbeln kannst du durch Aufwertungs- und Umgestaltungsschritte im Sinne des Upcyclings auch deinen Geldbeutel entlasten.

Fast umsonst kreierst du dabei aus Aussortiertem oder Weggeworfenem einzigartige Hingucker, die deinen Wohnraum verschönern und deiner Persönlichkeit Ausdruck verleihen. Mit etwas handwerklichem Geschick entstehen aus gebrauchten Koffern etwa bequeme Sessel und aus entsorgten Fensterscheiben Wohnzimmer-Tische. Ebenso gut kannst du Tischlampen im Retro-Stil aus nutzlos gewordenen Schreibmaschinen bauen oder gebrauchtes Holz zu schicker Deko zusammenzimmern. Auch eigentlich aussortierte Möbelstücke in deinem eigenen Wohnraum bieten sich zum Upcycling an. In diesem Fall brauchst du besonders wenig Material, um aus Altem Möbel mit einem coolen, neuen Look zu schaffen. Schon einfaches Bekleben kann Wunder wirken, beispielsweise mit Vliestapeten. Letztere hast du nach vergangenen Renovierungen vielleicht bereits zu Hause. Dass du mit Vliestapeten ohne viel Aufwand die Wände tapezieren kannst, ist dir wahrscheinlich bewusst. Da ist es umso interessanter, dass sich die Tapetenart auch zum Upcycling von Möbelstücken eignet.

Vliestapete: Wieso sie sich gut zum Upcycling von Möbelstücken eignet

Im Gegensatz zu Papiertapeten zeichnen sich Vliestapeten durch ein Trägermaterial aus Zellstoff aus. Dabei handelt es sich um eine besonders strapazierfähige Basis, die schwer entflammbar und zugleich leicht zu verarbeiten ist. Vliestapeten eignen sich im Rahmen des Upcyclings besonders gut, weil sie formstabil sind und sich nach dem Trocknen nicht verziehen. Davon abgesehen lassen sie sich auch relativ gut wieder abziehen und können zudem überstrichen werden. Wenn du dich an einem damit upgecycelten Möbelstück also satt gesehen hast, gelingt die Umgestaltung mit geringem Aufwand. Grundsätzlich bieten sich vor allem dekorativ gemusterte Vliestapeten dazu an, Schränke oder andere abgenutzte Möbelstücke aufzupeppen. Auch Tischplatten, Regale, Stuhllehnen und die Fronten von Schubladen kannst du mit gemusterten Tapeten hervorragend aufwerten. Das gewählte Muster sollte dabei immer mit dem Stil des Raums harmonieren, in dem das Möbelstück am Ende stehen soll. Soll es flexibel verstellbar und vielseitig kombinierbar bleiben, eignen sich weniger auffällige Tapeten mit eher edlem Stil etwas besser.

Upcycling-Tipp: Kleinere Möbel tapezieren

Sollen kleine Möbelstücke einen neuen Look erhalten, zerlegst du sie vorher am besten. Das Tapezieren gelingt dir auf diese Weise leichter.

Möbel tapezieren: So gelingt’s

Wenn du dich für das Tapezieren von Möbelstücken entscheidest, wählst du dazu am besten Möbel mit einer ebenen, glatten Oberfläche. Wichtig ist auch, dass du den richtigen Tapetenkleister beziehungsweise Kleber verwendest. Auf Beton, Zement und Gipskarton besteht mit Vliestapetenkleister die beste Haftung. Auch auf unbehandeltem Holz haften Vliestapeten damit gut. Bei Glasoberflächen klebst du die Tapete lieber mit doppelseitigem Klebeband an, weil Kleister bei gläsernen Oberflächen keine Haftwirkung besitzt. Dabei sollten die Seitenränder der Tapete ganz mit Klebeband ausgefüllt sein, sonst wellt sich die tapezierte Fläche am Ende durch Luftlöcher. Bei Fliesen, Keramik, Ton und Naturstein richtet sich der Kleister der Wahl vor allem nach der Dampfdurchlässigkeit. Mit Spezialkleister unter der Zugabe von Dispersionskleber halten Tapeten darauf am besten. Ist der richtige Kleister gekauft, musst du

  1. den Untergrund vorbereiten, wobei behandelte Oberflächen wie Holz und Kunststoff am besten mit Sandpapier angeraut, gereinigt und mit Haftgrund eingestrichen werden.
  2. nach der Reinigung der Oberfläche das Trocknen abwarten.
  3. die Vliestapete mit einem Cuttermesser passend zuschneiden, wobei du sie der Genauigkeit zuliebe am besten auf das Möbel auflegst.
  4. den Kleister bedarfsgerecht ansetzen und damit möglichst eben die Oberfläche bestreichen.
  5. die zugeschnittenen Tapetenstücke auflegen und mit der Tapezierbürste zu den Seiten hin anstreichen.
  6. Kleisterblasen mittels Rakel beseitigen und die Ecken und Kanten besonders gut andrücken.
  7. die Tapete mit schnelltrocknenden Hochglanzlack oder einer transparenten Haftfolie versiegeln.

Vorsicht: Besonders bei viel genutzten Möbelstücken solltest du beim Zuschneiden und Andrücken extrem genau vorgehen. Sonst löst sich die Tapete nach kürzester Zeit wieder ab. Auch die Versiegelung hat an dieser Stelle hohe Bedeutung, weil sie vor Abnutzungserscheinungen schützt. Zum Beispiel bei Schubladenfronten, die ständig mit den Fingern in Berührung kommen.

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