
Bonvivant (Schöneberg)
Eigentlich sprengt dieses Restaurant die Liste. Küchenchef Nikodemus Berger und sein Team kochen nämlich so gut, dass sie in einer eigenen Liga spielen. Das sehen nicht nur wir so, sondern auch der Guide Michelin, der dem Bonvivant einen Stern verliehen hat. Was hier auf die Teller kommt, ist Kunst. Wer die raffiniert arrangierten Meisterwerke probiert, erfährt höchste Glücksgefühle. Es ist unglaublich, wie viel man aus einem Sellerie herausholen kann: feincremig, vollmundig oder kross, über Stunden im Ofen geschmort, mit Rauchnote oder intensivstem Aroma, das man dem Wintergemüse kaum noch zuordnen kann. Dabei ist der Sellerie natürlich nur ein Beispiel von sehr vielen. Jedes Gemüse wird perfekt in Szene gesetzt – mit feinen Texturen, in unfassbaren Kombinationen und stets mit großartigen Überraschungen. Ergänzt werden diese Inszenierungen durch Drinks, die die Erzählungen aus der Küche fortsetzen. Barchef Martin Wolf komponiert dabei immer zuerst die alkoholfreie Variante. Es gibt selbstverständlich auch Weine, aber wer verzichtet freiwillig auf dieses Gesamterlebnis? Seit Anfang 2025 ist das Dinner im Bonvivant schon vegan, seit Januar 2026 kannst du hier auch vegan brunchen!

Froindlichst (Prenzlauer Berg)
Selbstgemachte Soßen, Trüffel-Beafy, Mac’n’Cheeze, Burger, Burrito, Bowls: Die vegane Küche im Froindlichst tüftelt ständig an neuen Gerichten. Dank knackigem Gemüse, wohlgewählten Komponenten und dem garantierten Extra-Kick wird jede Speise zum Hit. So läuft beim Anblick der veganen Kompositionen selbst gestandenen Fleischfreund*innen das Wasser im Mund zusammen. Die Erfolgsgeschichte begann übrigens in Hamburg, doch mittlerweile ist das Froindlichst im szenigen Winsviertel die exklusive Anlaufstelle für kreatives und wohltuendes Comfort-Food, ohne jegliches Tierleid!
Froindlichst, Immanuelkirchstraße 31, 10405 Berlin
Telefon 030 40056289
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Café Pilz (Neukölln)
Die levantinische Küche muss man nicht neu erfinden, um sie vegan zu kochen. Eine phantastische Auswahl an Hummus, Sabich, Salat und Tabouléh findest du im Café Pilz. Dabei überzeugen Frische, Qualität und Geschmack gleichermaßen. Ob du gegrillten Blumenkohl mit Tahini nimmst, geschmorte Aubergine genießt oder nur ein wenig cremige Labneh und würzigen Hummus zum Wein dippst: Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Draußen kannst du leider nicht reservieren und die Plätze sind sehr begrenzt. Am besten kommst du also schon zum Aperitif. Du kannst aber auch drinnen Raum und Zeit vergessen und dich dank der israelischen Tapas glücklich schlemmen.

Chay Long (Kreuzberg, Prenzlauer Berg, Neukölln)
Die vegane Ernährung ist tief im Buddhismus verwurzelt. Durch den Verzicht auf tierische Produkte wird Mitgefühl und Respekt gegenüber allen Lebewesen zum Ausdruck gebracht. Dass die Klosterküche trotzdem so reichhaltig und lecker ist, ist der Kreativität zu verdanken, die hier angewendet wird. Im Chay Long treffen diese alten Traditionen auf moderne Ideen. Ob du eine klassische Pho wählst oder innovative Neuheiten liegt bei dir – in jedem Fall wirst du mit reichem Geschmack durch frische Zutaten und feine Kräuter belohnt. Neben dem Genuss stehen auch Achtsamkeit und Nachhaltigkeit im Chay Long auf dem Plan. Auch diese Aspekte sind in der Klosterküche verankert. Zum einen als spiritueller Ansatz der buddhistischen Philosophie, zum anderen, weil viele Klöster auf Eigenanbau angewiesen waren. Dadurch ist die Küche saisonal und alle Zutaten werden restlos verwertet. Und weil man von dem Guten nie genug bekommt, gibt es Chay Long mittlerweile dreimal in Berlin – in Neukölln, Kreuzberg und Prenzlauer Berg.

La Stella Nera (Neukölln)
Die Pizzeria La Stella Nera an der Leykestraße arbeitet im Kollektiv, ohne Chef*in und mit einem Sinn für intensiven Geschmack. Was auf den ersten Blick wie die Karte eines typisch italienischen Restaurants erscheint, erweist sich auf den zweiten als komplett veganes Angebot: Die neapolitanische Pizza aus dem Holzofen gibt’s mit veganem Käse, die Papardelle werden mit veganer Sahne gekocht und auch das Tiramisu kommt ohne tierische Produkte aus. Zeigt wieder einmal: Vegan heißt nicht gleich Verzicht.

Lucky Leek (Prenzlauer Berg)
Du möchtest mal zu einem besonderen Anlass schick essen gehen, Steak, Hummer, Austern & Co. sind aber nicht so dein Ding? Kein Problem: Der „glückliche Lauch“ serviert vegane Küche auf hohem Niveau. Das Fine Natural Dining ist sogar mit dem Bib Gourmand ausgezeichnet. Die viel gelobte Spitzenköchin Josita Hartanto lebt selbst vegan und schafft kreative 3- bis 7-Gänge-Menüs (48 bis 107 Euro pro Person), die auf Wunsch mit Weinbegleitung kommen. Das kann ein gegrilltes Rote-Bete Steak mit Kartoffel-Krautwickel, Birne, grünen Bohnen und Mandelschmelz sein oder auch Buchweizen-Cannelloni mit Steinpilz-Champignonsauce, Rosenkohl und Miso-Crumble. Käse-Fans aufgepasst: Es erwartet dich auch eine hausgemachte Keesevariation mit Knusperbrot und Feigen-Nuss-Senf. Das Ambiente ist schlicht und elegant, sowohl auf der großen Terrasse draußen wie auch im Innenraum.

Vaust (Neukölln)
Von Charlottenburg nach Neukölln ist es scheinbar kein so großer Schritt, wie man vermuten könnte. Das Vaust ist im neuen Kiez bestens angekommen und überzeugt hier mit gehobener Küche, die Freude macht. Kreative Menüs mit fein abgestimmter Cocktailbegleitung finden sich auf der saisonalen Karte. Du kannst wählen, ob du mit 3-Gängen für 40 Euro die Küchenqualitäten testest oder gleich in die Vollen gehst mit fünf Gängen für 60 Euro. Du kannst nur gewinnen. Das Pairing gibt es für 33 Euro bzw. 45 Euro dazu – auch alkoholfrei. Genießen kannst du das alles in gemütlicher Atmosphäre, die der moderne Bistro-Style vermittelt.

Soy Restaurant (Mitte)
Direkt gegenüber der Volksbühne hat sich das Soy als veganes Paradies etabliert. Denn hier stimmen die Lage, die Atmosphäre und die Kulinarik. So kommen nicht nur eingefleischte Veganer*innen, sondern Menschen, die Genuss suchen in das gemütliche Restaurant. Ob du dir nur eine schnelle Suppe zum Lunch gönnst, dank Udon Nudeln oder Kokos-Curry dein Glück findest oder du nur auf ein paar frittierte Dumplings und Edamame vor dem Theater vorbeikommst: Es ist immer großartig. Dazu hebt der gute Service deine Laune. Durch die Top-Lage ist es allerdings manchmal sehr voll und es kommt zu Wartezeiten. Aber es lohnt sich, Geduld zu üben. Übrigens gilt hier noch die alte Berliner Sitte: keine Karte, nur Cash.

1990 Vegan Living (Friedrichshain)
Dürfen wir die vegane Schwester des Veggie-Restaurants Cat Tuong aus Prenzlauer Berg vorstellen? Im 1990 wird authentisch vietnamesisch und eben rein vegan gekocht. Neben ein paar großen Gerichten bestellen Gäste hier gerne Tapas-Portionen zum Teilen. Durch die vielfältige Auswahl kannst du die feinen Unterschiede zwischen Seitan, Tempeh und Tofu erschmecken. Es werden auch vielfältige Gemüse-Gerichte serviert und natürlich fehlen auch die typischen Salate nicht. Das Restaurant ist wie ein vietnamesisches Wohnhaus eingerichtet, sehr gemütlich und familiär. Unbedingt reservieren!
Restaurant 1990 Vegan Living, Krossener Straße 19, 10245 Berlin
Telefon 030 85614761
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Li.Ke Thai Vegan (Friedrichshain)
Das Restaurant sieht aus, als wäre es aus Phuket direkt nach Berlin verfrachtet worden. Und auch das Essen ist bilderbuchmäßig genau das, was man von einem guten Thai-Restaurant erwartet: frisches Gemüse, intensive Aromen und typische Gewürze. Ob das Li.Ke Thai Vegan nun wirklich das erste vegane Thai-Restaurant in Deutschland ist, lässt sich schwer überprüfen. Das ist dir sicher auch egal, sobald du eine Bowl mit knusprigem Tofu, einen leckeren Papaya-Salat, gebratenen Reis, ein deftiges Curry, Sommerrollen oder Pak Choi vor dir stehen hast. Der Geschmack überzeugt und macht dich zum Fan. Natürlich wird hier auf Standards wie Fischsauce und Fleisch verzichtet, trotzdem schmeckt alles hundertprozentig authentisch. Ein Muss sind auch die homemade Drinks. Unser Favorit: Li.Ke Fantasy…





