Neues im Computerspielemuseum

Hier macht Friedrichshain auf Virtual Reality

Hier macht Friedrichshain auf Virtual Reality
Diese beiden VR-Brillen kannst du im Computerspielemuseum in Friedrichshain testen.
Karl-Marx-Allee – Das Computerspielemuseum ist im nächsten Level angekommen: Neben vielen Klassikern kannst du dort jetzt auch mit der allerneuesten Technik zocken: Wir sind mit der VR-Brille in virtuelle Welten eingetaucht.

Im Computerspielemuseum in Friedrichshain erfährst du die Geschichte der Gaming-Technik und kannst alle möglichen Konsolen und Spiele direkt ausprobieren. Mancher entdeckt so längst vergessene Lieblingsspiele aus der Kindheit, andere lernen eine Menge Neues kennen. Vor allem im frisch eröffneten Ausstellungsbereich zum Thema Virtual Reality.

Der sieht erst einmal wenig spektakulär aus. An der Wand hängen drei Bildschirme, darunter stehen drei Spielfelder. Zwei bestehen aus einem Rahmen aus grauem Beton und einem Geländer, das letzte aus dunklem Plastik und Gummi. Das Grau und Schwarz verwandelt sich aber ganz schnell in eine kunterbunte Realitat: Dort testest du die Oculus Rift und ein Gear VR mit einem Samsung Galaxy S6 Handy. Die Mini-Arena aus Plastik ist ein historischer VR-Automat aus dem Jahr 1994.

Für die VR-Brille solltest du schwindelfrei sein

Aber Achtung: Vielen Spielern wird beim Zocken mit der Brille erst einmal schwindelig. Auch Museumskurator Andreas Lange und einige seiner Mitarbeiter haben mit solchen Nebenwirkungen zu kämpfen. Klar, man blickt auf einen Bildschirm direkt vor den Augen, das Gehirn arbeitet aber, als würde man in die Ferne gucken. Die Diskrepanz sorgt schon mal für Schwindel oder Unwohlsein. Um den Effekt möglichst gering zu halten, setzt das Museum auf ein Spiel für die Oculus Rift, bei dem du eine Felswand erklimmst. Der Blick über die Schulter ist atemberaubend, die Sicht in den Abgrund angsteinflößend. Aber unser Hirn wird davon längst nicht so irritiert wie von einer Achterbahnfahrt oder einem Racing-Game, bei denen man einer hohen Geschwindigkeit ausgesetzt ist. Stattdessen spielst du The Climb, das gerade den Deutschen Entwicklerpreis in den Kategorien beste Technik und VR gewonnen hat:

Besonders echt wirkt die Simulation auch durch ihren Sound. Hinter dir kreischt ein Vogel, während das Herz vor Anstrengung laut zu schlagen beginnt. Bald erschweren auch noch Schweißtropfen die Sicht. Absolut real, wenn auch virtuell!

Spielen kannst du so: Entweder bis zu zehn Personen buchen die Führung VR Experience und testen die Spiele 60 Minuten lang frei für 30 Euro. Oder du legst für den betreuten VR Check 2 Euro auf den Eintrittspreis drauf. Dann werden die Konsolen für bis zu fünf Leute in Gang gebracht. Gewinn macht das private Museum mit dem Geld nicht, sondern finanziert den VR-Betrieb und die extra dafür eingestellten Mitarbeiter. Auf jeden Fall gilt: Melde dich unbedingt vorher auf der Website vom Computerspielemuseum oder an der Museumskasse an!

Ganz kostenlos kannst du eine VR-Brille übrigens in zwei Bibliotheken in Charlottenburg-Wilmersdorf testen. Wir waren schon da.

Computerspielemuseum, Karl-Marx-Allee 93a, 10243 Berlin

Telefon 030 60988577
Fax 030 31164158

Webseite öffnen


täglich von 10:00 bis 20:00 Uhr
Sonderöffnungszeiten findest du auf unserer Homepage.

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