Waldzustandserhebung

Berlins Bäume atmen auf

Berlins Bäume atmen auf
Ob die Berliner Wälder in diesem Jahr auch so verschneit sein werden? Egal bei welchem Wetter: den Bäumen in den Forsten geht es immer besser.
Gute Nachrichten für Baumfreunde: Berlins Wäldern geht es immer besser. Über ein Drittel der Bäume hat keine Schäden mehr, vor allem die Eichen haben sich erholt. Wie es insgesamt um unsere Wälder bestellt ist und welche sich besonders gut für einen Spaziergang zwischen den Jahren eignen, verraten wir dir hier.

Seit dem Jahr 1991 gibt es in Berlin jährlich eine „Waldzustandserhebung“ die durch Stichproben beurteilt, wie viele Schäden es in den Berliner Forsten gibt. Dazu schauen sich Experten die Kronen der Bäume an und wie spärlich es zwischen den Ästen und Zweigen aussieht. Je lichter die Krone wird, desto kranker der dazugehörige Baum.

Vor allem der Klimawandel beeinflusst den Zustand der Berliner Wälder, weil die Pflanzen auf unterschiedliche Witterungsverhältnisse reagieren. Noch vor zwei Jahren haben zum Beispiel Berlins Eichen stark unter den trockenen Jahren 2003 und 2006 gelitten. Wie viele Laubbäume haben auch sie besonders stark mit extremem Wetter zu kämpfen. Darum ist es eine besonders gute Nachricht, dass jetzt nur noch 42 Prozent der Berliner Eichen deutlich geschädigt sind – im Jahr 2012 waren es noch 65 Prozent. Immerhin, doch trotz der leichten Verbesserung des Zustandes der Wälder ist das Schadniveau in Berlins Wäldern insgesamt noch hoch. In Brandenburg geht es den Bäumen besser – was vor allem daran liegt, dass Berlin über einen höheren Anteil der empfindlicheren Laubwälder verfügt als Brandenburg mit seinen vielen Nadelbaumarten.

Lichte Kronen hin oder her, zum Spazierengehen sind Berlins Wälder immer schön genug. Nach dem vielen Gänsebraten tut ein bisschen Auslauf durch den (hoffentlich) weißen Winterwald mit Sicherheit gut. Und auch falls es zwischen den Jahren nicht schneien sollte, diese Wälder bieten einen tollen Ausgleich zum Trubel in der Stadt:

Bucher Forst (Pankow)

Dieser Hochwald gehört zum Naturpark Barnim, über die Hälfte seiner Fläche zum Land Berlin. Hier stehen bis zu 150 Jahre alte Eichen und Buchen, es gibt einen verwunschen anmutenden, sumpfigen Erlenbruch und an der Grenze zum Hochwald sogar eine Freiluftgalerie mit Skulpturen. Umgeben ist der Wald von ehemaligen Rieselfeldern. Teilweise werden die Flächen mit Hochlandrindern und Konikpferden beweidet – die man bei einem Winterspaziergang allerdings kaum antreffen wird.

Plänterwald (Treptow)

Der Forst Plänterwald im Berliner Südosten ist immerhin 89 Hektar groß – das reicht für einen Winterspaziergang. Der Wald wurde im 18. Jahrhundert am Spreeufer angelegt. Geeignet ist das Durchatmen hier vor allem für die, die nichts gegen ein wenig urbanes Flair zwischen Stock und Stein haben. Immerhin rostet der Spreepark in diesem Wäldchen vor sich hin und das Areal grenzt an das Naherholungsgebiet vom Treptower Park.

 

Grunewald (Wilmersdorf)

Der Grunewald ist mit Sicherheit nicht umsonst der Wald des Jahres 2015. Hier gibt es versteckte Pfade, den Grunewaldturm, die Halbinsel Schildhorn oder das Naturschutzgebiet Teufelssee. Und anders als in anderen Wäldern geht es durch Erhebungen wie den Teufelsberg sogar stellenweise auf und ab.

Düppelner Forst (Zehlendorf)

Im Westlichen Düppeler Forst führen geheimnisvolle Pfade durch Schluchten und über Waldlichtungen, durch naturbelassene Wälder und am Havelufer entlang. Auch die Pfaueninsel und der Böttcherberg gehören zu diesem Wald, der ein wichtiges Vogelschutzgebiet ist. Dort gibt es zum Beispiel Eisvögel und Wespenbussarde.

Spandauer Forst und Spandauer Luchwald

In Spandau gibt es mit Mooren, Gewässern und Wiesen einen besonders vielfältigen Wald. Wer sich höchstpersönlich vom Zustand der Berliner Eichen überzeugen möchte, ist hier richtig; denn davon gibt es in Spandau besonders viele. Auf den weiten und verzweigten Wegen könnte man ewig durch diesen Wald spazieren.

Köpenicker Stadtforst

Rund um die Müggelberge und den Müggelsee findet man das größte zusammenhängende Waldgebiet in Berlin und mit den Müggelbergen auch die höchste natürliche Erhebung der Stadt. Wer zum Ende des Jahres noch etwas dazulernen möchte, der kann sich zum Lehrpfad rund um den Teufelssee aufmachen.

Waldschule Bucher Forst, Wiltbergstraße 55, 13125 Berlin

Weitere Artikel zum Thema Freizeit + Wellness

Freizeit + Wellness | Shopping + Mode | Unterhaltung

Einmal Luxusurlaub umsonst, bitte!

Was wie ein Märchen klingt, ist durchaus machbar: allein durch Punkte-Sammeln an den Traumstrand! Der […]