Warschauer Straße in Berlin

Anziehungspunkt nicht nur für Touristen

Wohnen und feiern in ein und derselben Straße: Daran dürften wohl so einige denken, wenn der Name Warschauer Straße fällt. Das Gründerzeitquartier zwischen Frankfurter Allee und dem ehemaligen Bahngelände der Ostbahn erfreut sich auch bei Touristen großer Beliebtheit.

Im denkmalgeschützten Haus wohnen und nur ein paar Schritte weiter in einem der bekanntesten Clubs der Stadt feiern gehen? Wer in Berlin so leben möchte, der könnte sich in der Warschauer Straße eine Wohnung suchen. Partyfreudige Hauptstädter und Touristen bevölkern abends und nachts vor allem den südlichen Teil der Straße. Sie kommen mit der U-Bahn oder S-Bahn an der Station Warschauer Straße an und strömen in die Clubs und Diskotheken der Gegend, beispielsweise ins Matrix, das sich direkt unter dem U-Bahnhof befindet oder ins Haus B, das fester Bestandteil der schwul-lesbischen Szene ist. Die hippen Kieze um die die Boxhagener Straße und die Simon-Dach-Straße sind ebenfalls nicht weit entfernt.

Das Gründerzeitquartier zu beiden Seiten der Warschauer Straße entstand im Jahr 1900. Ihm wird eine Fläche von 38 Hektar zugeordnet, auf etwa 257 Grundstücken befinden sich rund 5.470 Wohnungen. Die Einwohnerzahl beläuft sich auf circa 8.600 Menschen. Das Gebiet ist durch strukturellen Wandel geprägt. In den letzten Jahren wurde hier viel saniert, die städtebaulichen Maßnahmen und die Entwicklung der Simon-Dach-Straße haben die Gegend zu einem beliebten Anziehungspunkt für Touristen gemacht. Die hier ansässigen Hotels und Hostels verzeichnen seitdem signifikant höhere Gästezahlen.

Sanierungsraum Warschauer Straße

Eine Neugestaltung der Warschauer Straße soll 2012 beginnen. Denn aufgrund der hohen Verkehrsdichte sind nicht nur Staus an der Tagesordnung, auch Radfahrer verunglücken mit einer auffälligen Häufigkeit in der Straße. Wenn die Straße ohnehin saniert wird, sollen gleich noch weitere Probleme entschärft werden. Derzeit sind die Gehwege sehr eng, für Gewerbetreibende sind keine Lieferzonen markiert.

Die von der BSM, der Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung, geplanten Maßnahmen sollen Abhilfe schaffen. Das Ziel: weniger Unfälle und mehr Platz für Passanten, Radfahrer und Gewerbetreibende. Nach Abschluss der Arbeiten soll das Viertel mit einer rundum verbesserten Lebensqualität glänzen und bei Berlinbesuchern noch beliebter sein.


Quelle: kompakt

BSM Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung GmbH, Katharinenstraße 19, 10711 Berlin

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