Kampfsport in Berlin

Hinter den Kulissen der We love MMA-Serie

Hinter den Kulissen der We love MMA-Serie
Paule Häcker und Eric Blaser sind zwei der Kämpfer, die Berlin in der We love MMA-Serie vertreten.
Friedrichshain – MMA ist die am schnellsten wachsende Sportart der Welt. Sie gewinnt immer mehr Fans und fasziniert viele Sportler. Doch was tut sich hinter den Kulissen? QIEZ spricht mit Insidern und Kämpfern.

Zum ersten Mal finden MMA-Kämpfe dieses Jahr in der Mercedes Benz-Arena statt. Bis jetzt sind schon über 3.000 Karten verkauft, die Veranstalter erwarten also einen Hexenkessel. Auf die Atmosphäre freut sich besonders der Moderator Michael Behrendt, den man auch als Gonzo kennt. Mit seiner 30-jährigen Erfahrung als Kampfsportler soll er der direkte Ansprechpartner für alle Kämpfer sein.

Er ist die Mama aller Kämpfer

„Ich helfe so, wie ich kann“, erzählt Gonzo „Nehmen wir zum Beispiel den Stressfaktor. Die Zeit kurz vor dem Kampf, wenn die Jungs warten müssen, ist die schlimmste. Es ist einfach die Hölle. Deswegen habe ich gesagt, dass ich gern jeden in den Arm nehmen würde, der sich das wünscht. Das kommt auch häufig vor.“ Und die Kämpfer gehen gern zu ihm, holen sich einen Rat, ein freundliches Wort: „Wir sind wie eine große Familie, jeder kennt jeden. Wir respektieren und unterstützen uns gegenseitig“, erklärt der Moderator. Denn auch wenn MMA als eine der butalsten Sportarten der Welt gilt: „Es geht nicht immer nur um den Sieg, sondern um das Sportliche, darum, dass man besser wird“. Auf die Frage, was für eine Funktion er genau hat, lächelt Gonzo: „Mama! Ich agiere als Mama für alle Kämpfer!“


Alle Jungs und Mädels, die bei der We love MMA-Serie auftreten, kämpfen nicht für das Geld. Auch wenn sie etwas für ihren Auftritt bekommen, kann man davon nicht leben. „Die Kämpfer sind wegen des Sports da. Sie kämpfen aus Überzeugung und zum Spaß„, erklärt Mama Gonzo.

Am 10. Dezember treten mehrere Berliner in der Mercedes-Benz Arena an. Einer davon ist Eric Blaser, der Hilti BJJ IMAG aus Wedding vertritt. Auch sein Herz schlägt hoch in den Minuten kurz vor dem Kampf, doch von Angst ist keine Rede: „Vom Gegner habe ich keine Angst, denn ich konzentriere mich nur auf mich und auf das, was ich trainiert habe. Doch aufgeregt bin ich definitiv, das ist normal und auch positiv“. Eric kombiniert erfolgreich seine intensive Kampfvorbereitung (sechs Mal die Woche) mit seinem Studium der Sportwissenschaft: „Bisher konnte ich alles gut vereinbaren. Auch thematisch passt es super zusammen, ich lerne viel über den Sport im Studium und kann es dann im Training gut anwenden“, sagt Eric. Nebenbei arbeitet er selbst als Fitnesstrainer und hilft anderen, ihre Ziele zu erreichen. Trotz all dem geht es im Ring um die Wurst. Wenn die Tür hinter den Kämpfern einmal ins Schloß geht, zählt nur der Sieg.

Mercedes-Benz Arena, Mercedes Platz 1, 10243 Berlin
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