• Mittwoch, 31. Juli 2013
  • von Tina Gerstung

Unterwegs im Kiez

Grünes Fleckchen im Wedding

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  • Sprengelkiez
    Zwischen dem Nebenkanal der Spree und dem Pekinger Platz liegt ein verkehrsberuhigter Bereich. Foto: QIEZ - ©Tina Gerstung
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    Der Übergang zum Nordufer. Dort stehen auch ein paar moderne Fitnessgeräte. Foto: QIEZ - ©Tina Gerstung
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    Ein typisches "Café Achteck", also ein Toilettenhäuschen von früher, ist ebenfalls noch erhalten. Foto: QIEZ - ©Tina Gerstung
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    Schöne Lage: die Terrasse des Cafés Auszeit ist ein beliebter Kieztreff. Foto: QIEZ - ©Tina Gerstung
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    Ein kleiner Spielplatz und einige Bänke im Schatten unter hohen Bäumen sorgen für Verweildauer auf dem Platz. Foto: QIEZ - ©Tina Gerstung
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    Fast verwunschen: der Blick am Nordufer aufs Wasser, den Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal. Foto: QIEZ - ©Tina Gerstung
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    Auch am Ufer befinden sich noch eine Schaukel sowie mehrere Bänke. Foto: QIEZ - ©Tina Gerstung

Sprengelkiez - Der kleine Pekinger Platz, mit Blick aufs Nordufer, punktet mit hoher Aufenthaltsqualität. Ein kurzer Blick ins "Geschichtsbuch" verrät mehr über die Vergangenheit dieses hübschen Kleinods.

Auf einer Infotafel vor Ort ist zu lesen, dass der fast dreieckige Pekinger Platz zwischen Nordufer, Torf-, Samoa- und Kiautschoustraße aus einer "Restfläche" entstand, die bei der Aufteilung des Gebietes im Rahmen des Hobrecht-Plans 1862 in ein Block-Raster übriggeblieben ist.

Der Platz selbst, zu klein für eine Bebauung, war lange Zeit ungenutzt. Von 1945 bis 1949 diente er lediglich als Ablageplatz für Trümmerschutt. Als der Platz dann zur öffentlichen Grünfläche mit Kinderspielplatz wurde, verwahrloste er schnell mehr und mehr - weil es im Kiez sonst viel zu wenige Freiräume gab und der kleine Park dadurch "übernutzt" war.

Neubeginn am Pekinger Platz

1985 wurde der Pekinger Platz durch das Grünflächenamt Wedding grundlegend neugestaltet mit dem Ziel, einen kleinen, intimen Erholungsbereich sowie einen geschützten Spielbereich für Kinder zu schaffen. Die Idee eines solchen "Gartenplatzes", der den Anwohnern ein Stück Natur mitten in der Großstadt schenkt, geht übrigens auf die Londoner Squares des 18. und 19. Jahrhunderts zurück.

2011 bekam der Pekinger Platz schließlich nochmals einen komplett neuen Anstrich von der Landschaftsarchitektin Margret Benninghoff verpasst - für 230.000 Euro wurden eine Treppe zum Nordufer, neue Sitzgelegenheiten, Fitnessgeräte und ein besser ausgestatteter Spielplatz realisiert.

Bereits 1880 wurde an der Westseite eine Bedürfnisanstalt - heute würde man wohl eher von einem Toilettenhäuschen vom Typus "Café Achteck" sprechen - eingerichtet. Das Pissoir, das heute noch benutzt werden kann, steht unter Denkmalschutz.

Warum Pekinger Platz?

Wann der Platz seinen Namen erhielt, dazu finden sich unterschiedliche Daten. Es dürfte wohl zwischen 1905 und 1909 gewesen sein. Die Namensgebung soll jedenfalls von der kaiserlichen Stadtverwaltung vorgenommen worden sein und an die militärische Besetzung Pekings bei der Niederschlagung des Boxeraufstands im Jahr 1900 erinnern.

Adresse

Kiautschoustraße 12A
13353 Berlin

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Quelle: QIEZ
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