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Top 10: Weihnachtsfilme – Klassiker und schwarze Komödien

Top 10: Weihnachtsfilme – Klassiker und schwarze Komödien
Der Prinz (Pavel Travnicek) zieht Aschenbrödel (Libuse Safrankova) im Film Drei Haselnüsse für Aschenbrödel den verlorenen Schuh an.
In der ruhigen Zeit des Jahres holen dir Filme tolle Erinnerungen wieder ins Gedächtnis. Bei diesen Weihnachtsfilmen kannst du herzhaft lachen, dich gruseln, eine Träne verdrücken oder einfach das wohlige, romantische Weihnachtsfeeling genießen.

Tatsächlich Liebe (2003)

All you need is love singen die Beatles und genau die Liebe, ob nun zum besten Freund, zu einer Arbeitskollegin, zwischen einem langjährigen Ehepaar oder zwischen Vater und Ziehsohn, steht im Vordergrund des britischen Episodenfilms. Die Handlungen beginnen fünf Wochen vor Weihnachten: Der unkonventionelle Premierminister (Hugh Grant) hat eine Schwäche für Tänze durch seinen Amtssitz. Seinen Hüftschwung siehst du im Video. Besonders angetan hat es ihm seine schöne Angestellte Natalie (Martine McCutcheon). Derweil heiratet Juliet (Keira Knightley) ihren Freund Peter und ahnt nicht, dass dessen bester Freund sie auch liebt. Die Lachmuskeln haben ordentlich was zu tun, vor allem wenn Martin Freeman (Sherlock, der Hobbit) seine Freundin bei einem Porno-Dreh kennenlernt. Übrigens: Mr. Bean (Rowan Atkinson) hat auch einen brillanten Auftritt als langsamer, aber bemühter Verkäufer.

Den Film zeigt RTL II am 26. Dezember zur Primetime. Auf dem gleichen Sender einen Tag später gibt es die Wiederholung um 15.15 Uhr.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (1973)

Dieser Märchenfilm ist Kult und für viele ein Muss zu Weihnachten. Wie praktisch, dass die Ko-Produktion von ČSSR und DDR auch in diesem Jahr an Heiligabend in der ARD läuft. Wiederholungen auf den öffentlich-rechtlichen Sendern sind gewiss. Jenseits der Disney-Romantik ist die Hauptfigur Aschenbrödel taff, selbstständig und kann auch Bogen schießen. Leider bringen ihr diese Eigenschaften nichts gegen ihre intrigante Stiefmutter und Stiefschwester. Wo es nur geht, versuchen sie Aschenbrödel zu erniedrigen. Ein Lichtblick sind die zufälligen Begegnungen mit dem Prinzen. Als dem Knecht Vinzek drei Zauber-Haselnüsse in den Schoß fallen, endet Aschenbrödels Pechsträhne. Hach, herrlich schön. In diesem Jahr kannst du am 23. Dezember um 12.45 Uhr eine Doku sehen, die die Dreharbeiten vor mehr als 40 Jahren wieder in Erinnerung ruft und die Hauptdarsteller interviewt.

Einige der Sendetermine: 24. Dezember in der ARD um 12.05 Uhr sowie um 20.15 Uhr im Rbb, am 25. Dezember um 16.05 im MDR und am 26. Dezember um 9 Uhr im Rbb.

Das letzte Einhorn (1982)

Wieder ein Film aus der Klassiker-Kiste. Das letzte Einhorn ist eine Erzählung aus den späten 60ern und wurde als Zeichentrickfilm veröffentlicht. Darin trifft das Einhorn zu Beginn auf einen singenden Schmetterling. Dieser erzählt ihm, dass der rote Stier vor langer Zeit alle anderen Einhörner vertrieben hat. Daraufhin macht es sich auf den Weg und trifft auf die Hexe Mommy Fortuna und ihren Kuriositätenzirkus sowie eine Räuberbande. Im Schloss des Königs bekommt das Einhorn, nun verwandelt in Lady Amathea, einen Einblick in die einsame und verrohte Seele von König Haggard (im Original gesprochen von Dracula-Legende Christopher Lee) und verliebt sich in dessen Sohn. Der eingängige, traurig-schöne Soundtrack stammt von der Band America. Trotz häufiger Kitschvorwürfe und zu einfacher Aufteilung in Gut und Böse bleibt der Film ein Plädoyer dafür, sich als Mensch nicht über die Natur zu stellen.

Du kannst den Film an Heiligabend um 20.15 Uhr auf RTL II sehen. Die Wiederholung wird auf dem gleichen Sender am 25. Dezember um 14.10 Uhr ausgestrahlt.

Kevin allein zu Haus (1990)

Man nehme einen ausgefuchsten Achtjährigen, zwei abgehalfterte Gangster und ein leeres Familienhaus über Weihnachten: Et voilà, der Weihnachtsfilm der 90er ist geboren. Kevin allein zu Haus bringt das Gefühl von „alle Jahre wieder“ mit sich: für die einen geliebte Tradition, für die anderen ein nerviger Graus. Die Slapstick-Komödie erzählt die Geschichte des kleinen Kevin (Macaulay Culkin), der im Abreisetrubel seiner Familie zu Hause vergessen wird. Erst mal im Paradies auf Erden, muss Kevin plötzlich gegen die Gauner Marv (Daniel Stern) und Harry (Joe Pesci) kämpfen, die ins leer stehende Haus einsteigen wollen. Was sie dort erwartet, hätten die beiden im Leben nicht erwartet: vereiste Treppen, fliegende Bügeleisen und Spielsachen als gefährliche Stolperhürden. Besonders faszinierend: Joe Pesci verkörperte den eher harmlosen Harry in Kevin allein zu Haus beinahe zeitgleich zu seiner bekannten Rolle als überbrutaler Gangster in Good Fellas. Schauspielerische Meisterleistung!

Für den Notizzettel: Der Film läuft am 23. Dezember um 20.15 Uhr auf Sat 1. sowie an Heiligabend auf dem gleichen Sender um 22.50 Uhr.

Michel aus Lönneberga (1971)

MICHEL!!! Sobald dieser Ruf durch das Haus hallt, weiß jeder: „Jetzt hat Michel wieder was angestellt.“ Schnell wie der Wind rennt er in seine Hütte und schnitzt Holzmännchen, so kann ihn der Vater nicht bestrafen. Die schwedische Autorin Astrid Lindgren hat mit Michel aus Lönneberga eine Figur geschaffen, deren Abenteuer seit 1963 begeistern. Ob er nun im Armenhaus wieder für Ordnung sorgt, einem Wolf eine Falle stellt oder die Suppenschüssel nicht mehr vom Kopf bekommt – Michel (Jan Ohlsson) ist ein Tausendsassa und Lausbube mit dem Herz am richtigen Fleck.

Am 26. Dezember läuft Michel muss mehr Männchen machen im ZDF um 12.10 Uhr. Zum Einstimmen hier die Titelmusik von Michel aus Lönneberga.

Das Wunder von Manhattan (1994)

Die Weihnachtskomödie wurde bereits 1947 verfilmt es gibt sie aber auch in einer 90er Jahre-Version. Kriss Kringle (Richard Attenborough) übernimmt im Kaufhaus Cole den Job als Weihnachtsmann. Das macht er so gut und überzeugend, dass die Konkurrenz im Weihnachtsmann-Geschäft versucht ihn zu provozieren. Kringle schlägt mit einem Stock zu und wird festgenommen. Ihm wird der Prozess gemacht und dabei beharrt Kringle fest darauf, der echte Weihnachtsmann zu sein. Ganz zur Freude von Susan (Mara Wilson), der Tochter von Dorey Walker (Elisabeth Perkins), die im Kaufhaus Cole arbeitet.

Den herzerwärmenden Film kannst du am 23. Dezember um 15.25 Uhr auf RTL sehen und an Heiligabend um 11.10 Uhr ebenfalls auf RTL.

Die Hüter des Lichts (2012)

Dieser Dreamworks Animationsfilm rockt, versprochen! Der rebellische Jack Frost liebt es die Straßen zu vereisen, damit er sich wilde Rennen mit den Kindern auf ihren Schlitten liefern kann. Der Spaß scheint aber schnell vorbei, denn der schwarze Mann möchte die Welt ins Dunkel stürzen und nur noch Albträume regieren lassen. Die Hüter des Lichts Weihnachtsmann, Osterhase, Zahnfee und Sandmann wollen Jack rekrutieren, um gegen Pitch Black zu kämpfen. Der Film nutzt die bekannten Kinderfiguren, um sie im neuen Action-Gewand zu zeigen. So ist der australische Osterhase ein Ass in Kampfkunst und der Weihnachtsmann ein russischer Haudegen. Dieser Film ist etwas für Groß wie Klein und verzaubert das Wohnzimmer.

Den Film kannst du auf Netflix streamen oder auf ORF 1 an Heiligabend um 12.15 Uhr anschauen.

Das etwas andere Weihnachten

The Grinch (2000)

Der bekannte US-Regisseur Ron Howard, der unter anderem für ernstere Filme wie Apollo 13 oder A Beautiful Mind bekannt ist, brachte den Roman Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat mit Jim Carrey auf die große Leinwand. Was kann man sagen? Der Grinch hat grüne Haut und die wohl schönsten Wimpern der Welt, nur leider mag er Weihnachten überhaupt nicht. Schuld ist ein traumatisches Erlebnis in seiner Kindheit. Das hat ihn so verbittert, dass er in einer Berghöhle lebt und dort stets seine Pläne schmiedet, wie er im Ort Whoville die Weihnachtsstimmung zerstören kann. Die kleine Cindy Lou Who (gespielt von Taylor Momsen, die später in Gossip Girl eine Rolle hat) setzt sich aber für den merkwürdigen Kauz ein.

Den Grinch kannst du am 23. Dezember um 20.15 Uhr auf RTL II sowie an Heiligabend um 18.10 Uhr an gleicher Stelle.

Nightmare before Christmas (1993)

Die Untoten feiern auch Weihnachten? Ja, allerdings mit abgeschnittenem Puppenkopf oder messerscharfen Zähnen als Weihnachtsgeschenk. Denn Jack Skellington, ein dürres Skelett im Nadelstreifenanzug weiß es auch nicht besser. Schließlich ist er nur darin geübt, Halloween in seinem Heimartort Halloween Town zu feiern. Aber genau in dem Moment, als er das Weihnachtsfest an sich reißt, taucht das Schreckgespenst Oogie Boogie auf und entführt den Weihnachtsmann. Der Stop-Motion-Film trägt ganz deutlich Tim Burtons Handschrift, mit Grusel, schrägen Charakteren, Wortwitz und einer fantasievollen Welt. Für den überragenden Soundtrack ist wie so oft bei Burton-Filmen Danny Elfman verantwortlich. In der Originalversion synchronisiert der berühmte Komponist Elfman übrigens die Hauptfigur Jack.

Den Film kannst du auf Netflix streamen.

Die Geister, die ich rief (1988)

Der ungemütliche Fernsehchef Frank Cross (Bill Murray) hat überhaupt kein Problem damit, Mitarbeiter an Weihnachten zu feuern. Seine Vision für den Sender IBC: Er möchte über die Feiertage eine besonders brutales Charles Dickens Weihnachtsgeschichte für die Zuschauer produzieren. Drogen, Terror und Säureangriffe inklusive. Seine Mitarbeiter präsentieren ihm jedoch etwas ganz anderes: bissig und sarkastisch antwortet er: „Jetzt muss ich euch alle umbringen!“ Das zeigt den Spirit von Frank nur zu gut. Alles ändert sich als auch Frank von drei Geistern heimgesucht wird, die ihm seine schwarze Seele nur zu gerne austreiben.

Sendezeiten: Heiligabend um 15.25 auf Sat 1. und am 26. Dezember um 2.40 ebenfalls auf dem Sender.

 

Babylon Kreuzberg, Dresdener Straße 126, 10999 Berlin

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