Weinlese 2013

Die Berliner Trauben sind reif

Im September und Oktober ist auch in den Berliner Weingärten Lesezeit.
Im September und Oktober ist auch in den Berliner Weingärten Lesezeit.
Schöneberger Linse – In der Gartenarbeitsschule am Sachsendamm wird am 15. Oktober unter Mithilfe mehrere Bezirkspolitiker Wein gelesen – an weiteren Anbauorten in Berlin ist dies bereits geschehen. Schade nur, dass das süffige Hauptstadterzeugnis nicht im Handel zu erwerben ist.

Berlin ist nicht gerade als Weinanbaugebiet bekannt, aber an verschiedenen Standorten wird die durchaus vorhandene Tradition bereits seit Jahrzehnten wiederbelebt. Die angebauten Reben stammen teilweise aus Spenden von Partnergemeinden in den klassischen Weinregionen an Rhein und Mosel. Die Trauben werden alljährlich im September oder Oktober gepflückt und hauptsächlich in Keltereien außerhalb der Hauptstadt verarbeitet.

Am Dienstag, den 15. Oktober ist der Schöneberger Weinberg an der Reihe. Um 9 Uhr beginnt in der Gartenarbeitsschule am Sachsendamm die Lese – und die lokale Politprominenz packt mit an: Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, ihre Vorgänger Michael Barthel und Rüdiger Jakesch sowie Mitarbeiter des Bezirksamts helfen bei der Ernte der Trauben. Anschließend werden diese in der Partnergemeinde Bad Kreuznach gekeltert. Rund 200 Rebstöcke stehen seit 1988 auf dem Schulgelände.

Wein-Jubiläum in Neukölln

Bereits vergangenen Donnerstag wurden im Humboldthain die Trauben für den Hauptstadtsekt geerntet. In der Carl-Legien-Oberschule in Neukölln fand die Lese schon Mitte September statt. Der dortige Weingarten feiert 2013 sein 40-jähriges Bestehen. Im September wurden auch die Reben der Max-Laue-Oberschule in Lichterfelde von ihrer Last befreit – positive Nachrichten von der Institution, die wegen ihrer andauernden Sanierung länger als erwartet im Exil residieren muss. Wer eine Lese mit eigenen Augen miterleben will, hat noch am 20. Oktober im Weingarten am Volkspark Prenzlauer Berg Gelegenheit dazu.

Ein großer Ertrag ist von der überschaubaren Anzahl an Rebstöcken in Berlin natürlich nicht zu erwarten. Daher sind die fertigen Weine fast alle nicht frei verkäuflich. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg nutzt den Tropfen vom Sachsendamm ebenso für repräsentative Gelegenheiten wie der Bezirk Mitte seinen Hauptstadtsekt. Die wenigen aus Lichterfelde stammenden Flaschen werden von der Max-Laue-Schule zu beachtlichen Preisen versteigert. Auch die Weine aus Neukölln gehen an den Meistbietenden – auf dem Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt findet die alljährliche Auktion statt. Nur das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg verkauft in der Regel einige Flaschen seines am Kreuzberg gewonnenen Weins direkt gegen eine Spende von mindestens zehn Euro.

Gartenarbeitsschule Tempelhof-Schöneberg, Sachsendamm 34-35, 10829 Berlin

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Versteckt zwischen Bäumen steht das Schulhaus der Gartenschule Tempelhof-Schöneberg in der Mitte des Geländes.

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