• Dienstag, 03. Januar 2012

Goldleistenfabrik in Weißensee

Gut vernetzt ist die halbe Miete

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  • Goldleistenfabrik in Weißensee
    Der alte Backsteinbau scheint Kreative fast magisch anzuziehen. In dem einstigen Fabrikgebäude arbeiten heute Architekten, Grafikdesigner oder Filmemacher. Foto: QIEZ
  • Goldleistenfabrik in Berlin-Weißensee
    Hinter Mauern und Zaun verbirgt sich ein lebendiges, geschäftiges Treiben in den Räumen der Fabrik. Foto: QIEZ

Wo früher Goldleisten produziert wurden, stecken heute Kreative ihre Köpfe zusammen. In der Goldleistenfabrik in Weißensee können sich über 30 Kreativschaffende einen günstigen Arbeitsraum unterschiedlicher Größe mieten. Reger Ideen-Austausch erwünscht!

Ein alter Backsteinbau im Bezirk Weißensee. Hierher kommen Architekten, Inneneinrichter, Grafikdesigner wie Filmproduzenten, weil sie in dem ehemaligen Fabrikgebäude in der Lehderstraße 16-19 in Weißensee ihren Arbeitsplatz haben. Jeder seinen für sich, aber irgendwie doch gemeinsam. Über 30 verschiedene Mietparteien haben sich auf den drei Etagen einen 20 bis 75 Quadratmeter großen Arbeitsraum gemietet. Dafür zahlen sie monatlich zwischen 90 und 150 Euro. Gratis dazu gibt es die gemeinschaftliche Infrastruktur. Hier wird in der Mittagspause zusammen gekickert, Kaffee getrunken oder über neue Ideen für kreativen Input aus artfremden Branchen gesprochen.

Gründung der Goldleistenfabrik

Besuchern der Goldleistenfabrik in Weißensee bietet sich ein lebendiges Stück Industriekultur. 1898 baute der Industrielle Carl Ruthenberg seine Fabrik zwischen dem Dorf Weißensee und Berlin. Im Jahr darauf produzierten 180 Mitarbeiter Gold-, Politur-, Fancy- und Alhambra-Leisten. Nach und nach entstand ein Gewerbe- und Industriepark an der Lehderstraße. Im Zweiten Weltkrieg wurden Teile des Areals zerstört.

Die DDR nutzte die frühere Goldleistenfabrik zur Telefon-Produktion. Auch eine Kunsthochschule zog hier ein. Bis 1990 verwaltete die DDR die nicht modernisierten Gewerbehöfe. Danach wechselten die Besitzer und führten Sanierungen durch. Seit 1994 stehen historisch bedeutsame Gebäude des Ensembles unter Denkmalschutz. Der Kulturverein St.ART e.V. verwaltet die Goldleistenfabrik seit 2007 und ist auch Ansprechpartner für Mietverträge.

Goldleistenfabrik

Lehderstraße 16
13086 Berlin

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Quelle: kompakt
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