Nervige Insekten

10 Fakten über Wespen, die dir durch den Sommer helfen

10 Fakten über Wespen, die dir durch den Sommer helfen
Wespen sind im Sommer ständige und unbeliebte Begleiter.
Sommer, Sonne, Grillabend. Es könnte so schön sein, wenn man nicht ständig eine Wespe wegschieben müsste, die einem das Essen streitig machen will. Wir haben ein paar hilfreiche und ein paar kuriose Fakten gesammelt, die dir dabei helfen die Wespensaison zu überstehen.

1. Eines gleich zum Anfang: Sich in Deutschland über Wespen zu beschweren ist eigentlich Nörgeln auf höchstem Niveau. Immerhin gibt bei uns mehrere hundert Wespenarten – allerdings nur zwei, die wir aufgrund ihrer Aufdringlichkeit überhaupt wahrnehmen. Das sind die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Wie es wäre, wenn alle anderen Arten ähnlichen Heißhunger auf unseren Grillteller hätten, wollen wir uns lieber gar nicht erst vorstellen…

2. Wespen haben definitiv einen schlechteren Ruf weg als Bienen. Ob es an unserer Kindheits-Nostalgie für Maja liegt oder daran, dass sich Bienen eben nicht ausgerechnet über unser Essen hermachen, sei dahingestellt. Oft wird dann auch behauptet, Wespen seien von Natur aus aggressiv – das stimmt nicht. Was sie aber ganz schnell sehr unfreundlich werden lässt ist, sie anzupusten oder wild um sich zu wedeln. Deshalb: Cool bleiben, auch wenn’s schwer fällt.

 

 

3. Spätestens wenn im Spätsommer ein Wespen-freies Picknick im Park überhaupt nicht mehr möglich ist, fragt man sich gerne mal, wozu die Biester eigentlich gut sind. In den USA wurde schon allerlei Kurioses ausprobiert, zum Beispiel ob Wespen nicht als Drogenfahnder an Flughäfen eingesetzt werden könnten. Viel wichtiger ist für uns: Sie fressen Mücken. Das müssen wir ihnen schon irgendwie anrechnen.

4. Zähneknirschend müssen wir zugeben: Es gibt noch mehr, dass wir den Wespen zu verdanken haben. Nämlich Wein! Erst in den letzten Jahren stellten Forscher in Italien fest, dass die Hefebakterien, die für die Gärung von Weintrauben sorgen, in den Mägen von Wespen überwintern. Das klingt nicht sehr appetitlich, sorgt aber dafür, dass wir an lauen Sommerabenden das ein oder andere Gläschen genießen können. Nur die Wespen möchten wir dabei bitte nicht persönlich um uns herum haben.

 

 

5. Alle, die gerne Feigen essen, müssen jetzt ganz stark sein: In fast jeder Feige befindet sich eine tote Wespe. Das kommt daher, dass die Insekten in die Blüten kriechen, dann aber nicht mehr herauskommen. So wächst aus der bestäubten Blüte eine Frucht um die Wespe herum, die dabei von Enzymen zersetzt wird, sodass man am Ende gar nichts mehr von ihr sehen kann. Na dann, guten Appetit!

6. Auf die Frage, welche Hausmittel denn nun wirklich Wespen fernhalten, gibt es hunderte von Antworten, aber keine endgültige. Man muss einfach ausprobieren, was am besten funktioniert. Duftöle, Knoblauch und Räucherstäbchen: Bei den meisten Methoden geht es um Geruch. Das klappt bei uns immer: frisches Basilikum auf den Tisch stellen oder Kaffeepulver in einer kleinen Schale anzünden und glimmen lassen.

 

 

7. Wer schon einmal von einer Wespe gestochen wurde, kennt den unangenehm juckenden Schmerz der damit einhergeht. Von vielen Omas kommt dann der Rat: Halte einen heißen Löffel drauf! Klingt komisch – hilft aber tatsächlich, auch wenn Omi vielleicht gar nicht weiß, wieso. Die Wärme lässt das Eiweiß im Gift gerinnen und sorgt dafür, dass der Juckreiz und die Schwellung zurückgehen. Das Ganze braucht nur ein paar Sekunden, danach empfiehlt sich wiederum ein Kühlakku.

8. Was ist das Verbrechen, dass im Sommer am häufigsten begangen wird? Nächtlicher Einbruch ins Freibad oder Ventilatoren-Diebstahl? Wohl eher das Töten von Wespen, die das Kaffekränzchen stören. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet es nämlich, wild lebende und vor allem geschützte Tierarten zu töten. Wenn du jetzt schon Muffensausen kriegst, können wir dich gleich wieder beruhigen: Bußgelder werden im Normalfall nur verhängt, wenn ganze Nester zerstört werden. Trotzdem könnte man ja mal darüber nachdenken, ob rohe Gewalt der richtige Weg ist. Denn:

9. Selbst im Tod können uns Wespen noch ein Schnippchen schlagen. Erst einmal gehen Botenstoffe von den toten Tieren aus, die dafür sorgen, dass Verstärkung anrückt. Wenn die tote Wespe dann also schnellstmöglich entfernt werden soll, kommt der nächste Streich: Der Giftstachel senkt sich trotzdem in die Hand! Das liegt daran, dass der Stechreflex auch nach dem Tod der Wespe noch bestehen bleibt. Das wirkt ja schon fast wie Schadensfreude…

 

Ein Beitrag geteilt von Jana (@tabwater1001) am Aug 18, 2018 um 2:14 PDT

 

10. Zum Abschluss noch etwas Hoffnungsvolles: Jede Wespensaison geht auch wieder zu Ende. Dieses Jahr könnte es dank der hohen Temperaturen etwas länger dauern, doch in der Regel fangen die Kolonien schon im September, spätestens ab Mitte Oktober an zu schrumpfen. Natürlich wünschen wir uns kein schnelleres Ende des Sommers herbei, aber vielleicht kann uns die Abwesenheit der Wespen ja über den Herbst-Blues hinwegtrösten.

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