Pankow
Wettbewerb

Familienfreundlichster Betrieb Pankows gesucht

Das Bezirksamt Pankow zeichnet bereits zum neunten Mal ein Unternehmen aus, das sich besonders darum bemüht, Familie und Beruf zu vereinen. Nun stehen die vier Nominierten fest.

Ob besonders Frauen in einer Männerdomäne eingestellt werden, es zur Geburt eines Babys eine Prämie gibt oder die Arbeitszeiten besonders flexibel gestaltet sind – Familienfreundlichkeit von Unternehmen findet auf ganz unterschiedlichen Ebenen statt. Heike Gerstenberger, Gleichstellungsbeauftragte des Bezirksamts Pankow, sagt: „Es ist immer wieder überraschend, was Betriebe anbieten. Toll fand ich beispielsweise ein Ingenieurunternehmen, das von einer Frau geleitet wurde, die überwiegend auch Frauen in ihrem Betrieb eingestellt hatte. Manche Firmen machen dagegen jedes Jahr ein Familienfest, andere akquirieren bevorzugt Familienangehörige.“

Gerstenberger ist eines der neun Jury-Mitglieder, die anhand eines Kriterien-Katalogs und ausgeklügelten Punktesystems den Sieger im Wettbewerb „Familienfreundlicher Betrieb Pankow“ küren. Der Jury gehören Vertreter und Vertreterinnen der Wirtschaft, der Politik und der Verwaltung sowie des Frauenbeirates Pankow an. Schon seit 2004 wird der Preis, der mit 1000 Euro dotiert ist, vergeben. „Im Grunde wird das Preisgeld vom Bezirksamt gestiftet, aber wenn wir eine Haushaltssperre haben, ist der Wettbewerb darauf angewiesen, dass sich ein Stifter findet – wie aktuell die Maria Heimsuchung Caritas Klinik Pankow“, erklärt Gerstenberger.

Der Arbeit Tribut zollen

In diesem Jahr konnten Mercedöl-Feuerungsbau GmbH, ZAUBERFRAU-Berlin, der HIMBEER-Verlag und das Unternehmen handle with care mit ihrer familienfreundlichen Betriebsführung überzeugen und sind damit nominiert. Die vier Betriebe waren allerdings auch die einzigen, die sich im Rahmen des Wettbewerbs beworben haben. „Viele denken, sie wären unseren Kriterien gar nicht gewachsen und machen deshalb nicht mit“, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte. „Oder sie denken leider, dass das, was sie leisten, selbstverständlich sei und kein Anlass, um bei einem Wettbewerb mitzumachen.“

Zurück geht dieser auf eine Initiative des Pankower Frauenbeirates, er steht unter der Schirmherrschaft des Bezirksbürgermeisters Matthias Köhne. Die feierliche Prämierung des Preisträgers findet am 23. Oktober 2012 im Rathaus Pankow statt. Bis dahin machen sich je zwei Jury-Vertreter in einem der Betriebe ein Bild von der Arbeit vor Ort. „Ich versuche dabei mit offenen Augen zu gucken, dass das, was das Unternehmen zu bieten hat, auch ausgeschöpft wird. Denn ein großes Unternehmen hat ganz andere Ressourcen als ein kleines oder mittelständisches“, sagt die Jury-Fachfrau. „Letzten Endes geht es bei der Veranstaltung aber nicht nur um einen Preisträger, sondern darum, den Nominierten Dank für ihre Arbeit zu zollen.“ Deshalb können sich alle vier Unternehmen in einer Ausstellung im Foyer des Pankower Rathauses in der Zeit vom 12. Oktober bis 3. November präsentieren.

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