Villa-Bau in Kleinmachnow

Erneut Ärger auf Bushidos Baustelle

Erneut Ärger auf Bushidos Baustelle
Bushido war zur Inspektion vor Ort in Lichterfelde.
Kleinmachnow - Der Rapper Bushido hat vor fast vier Jahren eine Villa in Kleinmachnow gekauft. Seit dem gibt es immer wieder Ärger um die Baustelle. Nun gibt es neue Vorwürfe.

Der Rapper Bushido hat auf seinem Grundstück in Kleinmachnow einen Teil der historischen Mauer, die einst das kaiserliche Seemannserholungsheim umgab, eingerissen. Nun wächst bei einigen Kleinmachnowern die Sorge, es könnte ein weiteres Stück Kulturgeschichte unerlaubt verschwinden. Denn schon 2012 hatte Bushido das denkmalgeschützte Tor zu dem rund 16 000 Quadratmeter großen Grundstück entfernt. Er erhielt daraufhin die Auflage, es später originalgetreu wieder zu errichten. Passiert ist allerdings noch nichts.

Er selbst spricht von „Hetzjadt“

Im aktuellen Fall gibt es nach Ansicht der Behörden noch keinen Anhaltspunkt dafür, dass Bushido getroffene Vereinbarungen übergangen hat. Derzeit seien keine Verstöße gegen die erteilte Baugenehmigung erkennbar, heißt es auf der Beschwerde-Webseite des brandenburgischen Innenministeriums. Laut Pressestelle des zuständigen Landkreises Potsdam-Mittelmark gibt es aber Probleme mit der Standsicherheit der Mauer. Einzelne Kalksteine des historischen Bauwerks wiesen Frostschäden auf, das Fundament sei stark durchwurzelt. Bushido sei aufgegeben worden, die Kalksteinmauer mit den historischen Steinen wieder aufzubauen. Bereits beschädigte Steine sollen durch neue ersetzt werden. Die Untere Denkmalbehörde habe dem zugestimmt und begleite die Arbeiten.

Bushido hatte das Villen-Grundstück 2011 gekauft. Seitdem steht er bei den Nachbarn unter Beobachtung, gegenüber Medien sprach er von einer „Hetzjagd“. Neben dem Abriss des Tores sorgten auch Baumfällungen für Ärger. 2013 brach in einer der Villen ein Dachstuhlbrand aus.


Quelle: Der Tagesspiegel

Erneut Ärger auf Bushidos Baustelle, Hohe Kiefer, 14532 Kleinmachnow

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