• Donnerstag, 13. Juni 2013
  • von Marie-Joëlle Gallinge

Der Nikolsburger Platz wird bepflanzt

Gemüse am Platz

  • Nikolsburger Platz Berlin
    Am Nikolsburger Platz wird umgegraben, Anwohner bauen hier bald Gemüse an. Foto: QIEZ - ©Marie-Joëlle Gallinge
2Kommentare
Bepflanzung …
Ich finde diese Initiative ganz toll! Und ich wünsche dem ganzen ganz … mehr

Güntzelkiez – Das satte Grün am Nikolsburger Platz hat sich seit 1999 nicht stark geändert. Die fehlenden Blumen sind das Einzige, das nicht mehr so ist wie vor 14 Jahren. Ein paar Anwohner wollen daran jetzt etwas ändern.

Am 15. Juni startet um 14 Uhr eine große Bepflanzungsaktion. Peggy Heidenfelder hat weiße Zettel rund um den Nikolsburger Platz an Ampeln und Laternen geklebt, mit denen sie Nachbarn zum Mitmachen aufrufen möchte. Weil das Geld fehlt, kann der Platz nicht mehr mit Pflanzen verschönert werden. Jetzt sollen Nachbarn mit Pflanzenspenden und Spaten aushelfen. Es sollen Tomaten, Kürbisse und Bohnen gepflanzt werden. Schön ist das sicherlich für die Kinder der Schule, die gleich am Platz steht. Einfache Blumen könnten den Platz aber auch verschönern.

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Was sagen die Anwohner?

Viele Leute, die in der Nähe arbeiten - wie auch wir von QIEZ. de übrigens - nutzen die Bänke am Rand, um ein bisschen Sonne zu tanken oder das Mittagessen zu verputzen. Diese würden sich jetzt nicht unbedingt über Tomaten freuen, sondern eher über mehr Bänke.

Aktuell könnte man sich auch auf die Wiese legen, doch die Absperrung hält viele davon ab. Das sähe einfach nicht gerade einladend aus, erzählt mir eine Besucherin des kleinen Parks. Trotzdem hat sie sich mit ihren Freundinnen auf den Rasen gesetzt, weil es sonst keine Sitzgelegenheiten gibt. Was ihr jedoch noch nicht gefehlt hat, sind Bohnen in den Blumenbeeten. Die Stiefmütterchen, die hier eigentlich wachsen sollten, würden ihr viel mehr Freude bereiten.

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Ein Anwohner erzählt, dass der Park nach dem Vorbild von Erich Kästners "Emil und die Detektive" 1999 neugestaltet wurde. Hier haben die Kinder den "Kriegsrat" abgehalten und beratschlagt, was sie nun wegen Emils gestohlenem Geld machen. Damals war das eine tolle Idee, aber heute wünschen sich die Leute einfach nur ein schönes Fleckchen zum Entspannen. Was Gemüse mit einem Park zu tun haben soll, versteht dieser Mann allerdings auch nicht. Er ist jedoch schon sehr gespannt, wie lange die Bewohner die Beete pflegen werden. Irgendwann sieht es hier bestimmt wieder so aus wie jetzt, weil sich keiner drum kümmern werde, meint er.

Wer beim Bepflanzen der Beete mithelfen will oder Pflanzen spenden möchte, der sollte am 15. Juni um 14 Uhr den Nikolsburger Platz besuchen.

Nikolsburger Platz

Nikolsburger Platz
10717 Berlin

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Quelle: QIEZ
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2 Beiträge zu diesem Artikel
ManfredMeyers ManfredMeyers 26.06.2013 22:58:07
Bepflanzung Nikolsburger Platz
Ich finde diese Initiative ganz toll! Und ich wünsche dem ganzen ganz viel Erfolg.
Aber mich ärgert eigentlich der Trend des Bezirks, diesen Platz abzuwerten. Die Entfernung von Bänken (auf Forderungen von Bewohnern des Altersruhesitzes heißt es) und dann der Verzicht auf die Bepflanzung, das sind m.E. Maßnahmen, die dazu führen, dass Berlin zwar arm bleibt, aber nicht mehr sexy ist. Die Eigeninitiative der Anwohner setzt diesem blöden Trend der Stadt rsp. des Bezirks eine Antwort. Gut so!
InitiativeNikolsburger Platz InitiativeNikolsburger Platz 27.06.2013 10:54:01
Danke, Herr Meyers
Wir danken Herrn Meyers für diesen Kommentar!
Besonders bedanken wir uns, dass er schnell bei uns vorbeischaute, mit uns sprach und auch seinen Geldbeutel öffnete und uns mit einer großzügigen Spende unterstützte.

Zu Ihrem Artikel über meine Initiative kann ich nur sagen:
Da Sie sich auf Erich Kästner beziehen: Emil sagte beim Kriegsrat: "Und was zum Essen brauchen wir noch."

In diesem Sinn sollte auf dem Nikolsburger Platz ruhig auch Gemüse wachsen!!!!

Der Trend in vielen Städten ist ja, Gemüse anzubauen, das beste Beispiel ist die Stadt Andernach, die sich selbst zur essbaren Stadt ausgerufen hat. Darüber wurde breit in der Presse und in anderen Medien berichtet.

Ob wir, die Anwohner es durchhalten werden, können wir natürlich nicht hundertprozentig versprechen. Das der Bezirk nichts mehr macht, haben aber bisher alle am Platz hingenommen.....

Wer mitmachen will, wir treffen uns wieder am 29. Juni um 15 Uhr. Einzige Bedingung: Gute Laune!!!

Bis dann am Platz

grüßt Sie

Peggy A. Heidenfelder

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