Spieltag 1 – Hertha BSC : Werder Bremen

Das Spiel ist aus, aus, aus …

Das Spiel ist aus, aus, aus …
Herzlich Willkommen zu unserer neuen Rubrik "Das Spiel ist aus, aus, aus …". Hier möchten wir euch in dieser Saison mehr oder weniger ausführliche Berichte zu den Spielen unserer Hertha präsentieren. Und zwar wie ihr es von uns gewohnt seid, kritisch, mit Biss und wenn es passt mit der nötigen Portion Humor.

Kommen wir nun aber zum Spiel am Samstag. Die Vorbereitung inklusive dem, für Hertha-Verhältnisse, relativ sichere Sieg im Pokal, waren Geschichte und endlich hieß es wieder Bundesliga. Als Gast am ersten Spieltag sollte der SV Werder Bremen ins Olympiastadion kommen. Noch viele hatten den grandiosen Start in die letzte Saison im Kopf und hatten die Hoffnung, dass man zumindest im Ansatz an diese Leistung anknüpfen und mit einem Sieg in die neue Spielzeit starten kann.

Rund 60.000 Zuschauer hatten sich angemeldet (offiziell 59.672 Zuschauer), das Wetter war besser als vorhergesagt und alle waren guter Hoffnung. Die geschätzten 8.000 Bremer sollten ihren Anteil zur generell positiven Stimmung beitragen. Getoppt wurde das Ganze dann noch mit der grandiosen Choreo, welche wieder einmal hervorragend vom FKO in Szene gesetzt wurde. Vielen Dank dafür.

Und man sollte nach dem Start des Spiels das Gefühl bekommen, dass sich die Herthaner ein Beispiel an den guten Bedingungen genommen haben. Das Team ist gut ins Spiel gekommen, hat das Spiel dominiert, auch wenn am Anfang wenig Chancen dabei herausgesprungen sind. Die erste richtige sollte dann jedoch direkt verwandelt werden.

Nach dem 1:0 alles unter Kontrolle?

Neuzugang Roy Beerens setze sich auf seiner nicht angestammten linken Seite in der 16. Minute durch und flankte butterweich in die Mitte auf Julian Schieber, der mit Hilfe vom Bremer Caldirola zum 1:0 einköpfen konnte. Danach hatte Hertha dann vollends das Spiel unter Kontrolle, doch weder Ronny, Beerens oder noch einmal Schieber konnten noch vor der Pause für eine Beruhigung sorgen. Im Gegenteil, mit der einzigen wirklichen Chance hätte Bremen kurz vor der Pause durch einen direkten Freistoß sogar fast ausgeglichen und das Spiel auf den Kopf gestellt.

Nur kurz nach Wiederanpfiff in der 47. Minute hat Hertha dann jedoch doch das geschafft, was in der ersten Halbzeit nicht gelingen wollte. Nach einem tollen Spielzug über Ronny, Schulz und Haraguchi musste erneut Julian Schieber nur den Fuß hinhalten und zum 2:0 einnetzen. Die Entscheidung? Leider mitnichten.

Es folgten von der 51. bis zur 55. fünf ganz bittere Minuten. Es fängt alles mit einem relativ harmlosen Freistoß für Bremen aus dem linken Halbfeld. In der 52. Minute, noch vor der Ausführung dieses Freistoßes, sieht der Bremer Garcia die gelbe Karte und darf sich bei Schiri Kienhöfer bedanken, dass es nicht mehr wurde. Denn der Griff ins Gesicht von Hosogai war in meinen Augen eine klare Tätlichkeit und damit eine rote Karte.

Der folgende Freistoß in der 53. Minute führte dann zum 2:1 unter gütiger Mithilfe von Thomas Kraft. Unser Tiefflieger irrte einmal mehr durch den Strafraum, kommt gefühlte 10 Sekunden zu spät, haut Julian Schieber um und Lukimya kann problemlos ins lange Eck einköpfen. Generell hat sich aber auch die Abwehr bei dem Freistoß nicht gut angestellt. Eine wirkliche Verbesserung zur letzten Saison war bei gegnerischen Standards leider noch nicht zu erkennen.

Doch es hätte so schön sein können. Denn direkt im Anschluss, also in der 54. Minute hätte die Hertha wieder alles ausbügeln können. Ein weiter Ball auf Schieber, der setzt sich auf dem linken Flügel stark durch, dringt in den Strafraum ein und anstelle einfach den Ball ins kurze Eck zu knallen, will er auf Nummer sicher gehen und in die Mitte legen, wo sowohl Beerens als auch Ronny in guten Positionen standen. Wen er auch immer von den beiden anspielen wollte, ich vermute mal Ronny, Beerens verrenkt sich und will den Ball aufs Tor bringen, kann ihn aber zu wenig kontrollieren und schob den Ball kläglich links am Pfosten vorbei.

Ausgleich und ein offenes Spiel

Und wie es nun einmal dann immer ist, zeigste vorn Unkönnen, bekommste ihn hinten rein. Wieder nur eine Minute später folgt der Ausgleich. Heitinga geht unglücklich in den Zweikampf im Halbfeld, ausgerechnet Garcia, der ja eigentlich nicht mehr auf dem Platz stehen dürfte, schickt Elia auf dem linken Flügel auf die Reise, scharfer Pass in die Mitte, wo Di Santo schneller ist als Schulz und auch Kraft kann nicht mehr eingreifen. Ausgleich.

Danach ist es ein offenes Spiel. Hertha hat die besseren Chancen, kann aber ein reguläres Tor mehr erzielen. Denn das vermeidliche 3:2 durch Johnny Heitinga in der 85. Minute wurde vollkommen zu Recht zurückgepfiffen, da der bullige Holländer direkt vor dem Kopfball seinen direkten Gegenspieler zu rustikal aus dem Weg geräumt hat.

An Ende bleiben zwei verlorene Punkte gegen, über weite Phasen, harmlose Bremer, die erst in der zweiten Halbzeit mitgespielt haben. Es war ein Spiel mit viel Licht, gerade in der Offensive, die vor allem mit den beiden wieselflinken Außen Haraguchi und Beerens sehr viel Spaß gemacht hat. Aber es gab auch einiges an Schatten. Die Defensive hat unter Druck mächtig gewackelt und Thomas Kraft ist weiterhin bei hohen Bällen ein Sicherheitsrisiko. Es gibt also noch viel zu tun.

In diesem Sinne, nächste Woche geht es gegen den Frühstarter aus Leverkusen


Euer René ‚Mueggi‘ Jünemann
2. Vorsitzender Berliner Jungs OFC


Quelle: QIEZ / externe Quelle

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