Aktionsbündnis für vegane Lebensweise

We can be Heroes!

We can be Heroes!
Im Hauptbahnhof und anderswo: die Berlin Vegan Heroes sind auf Achse.
Berlinweit - Fantastisch, was Spiderman, Cat Woman und Hulk in den dazugehörigen Comics so alles leisten. Doch so weit hergeholt sind ihre Leistungen gar nicht, finden die Berlin Vegan Heroes. Mit fantasievollen Kostümen machen sie darauf aufmerksam, dass auch die vegane Lebensweise im Alltag eine kleine Heldentat ist.

Machen wir uns nichts vor: Vegan zu werden ist eine Herausforderung. Abgesehen davon, dass die Ernährung natürlich komplett umgestellt und kritische Familienmitglieder und Freunde mit der neuen Lebenseinstellung konfrontiert werden müssen, kann es auch ganz schön knifflig werden, passende vegane Schuhe und tierleidfreie Kosmetik für den täglichen Gebrauch zu organisieren. Doch die Mühe lohnt sich. Schließlich schont man als Veganer die natürlichen Resourcen und beweist im Kleinen, dass eine nachhaltige Lebensweise auch im modernen Alltag möglich ist. Darüber hinaus hat eine intensivere Auseinandersetzung mit dem eigenen Ernährungs- und Konsumverhalten im Zweifelsfall noch niemandem geschadet.

Kritisch zu hinterfragen ist allerdings das Klischee vom Jutebeutel tragenden, verklemmten „Gutmenschen“, der sich mit erhobenem Zeigefinger über andere Lebensweisen mokiert. Ob Vorurteil oder nicht, die Berlin Vegan Heroes wollen beweisen, dass es auch anders geht. Dass der Veganer von heute „modern, sportlich und clever“ ist und – wenn überhaupt – mit gewitzten aber undogmatischen Aktionen fürs Vegan-Sein wirbt. Die Berliner Heroes, eine 14-köpfige Truppe, die Anfang des Jahres von Nora Zellmer ins Leben gerufen wurde, haben sich dabei für eine besonders witzige PR-Maßnahme entschieden.

Ob im Supermarkt, auf der Parkbank, in der U-Bahn oder auf der Tanzfläche – seit Mai machen die Berlin Vegan Heroes mindestens einmal monatlich an wechselnden Orten und in den schillernden Kostümen bekannter Superhelden auf sich und ihre Botschaft „Go Vegan – Be A Hero“ aufmerksam. So war man etwa schon im Berliner Hauptbahnhof, bei der Fête de la Musique im Mauerpark oder – na klar – auf dem angesagten RAW-Gelände unterwegs. Statt aufdringlich zu werden, verführt man die anderen Passanten dabei ganz einfach selbst zum Gucken, Fotografieren und Fragenstellen. „Wir wollen mit unserem Projekt inspirieren und motivieren, ohne irgendwelchen nervigen Flyer zu verteilen“, betont Zellmer. Das kommt an: Bisher seien die Reaktionen auf die spaßige Aktion zu 99 Prozent positiv gewesen, freut sich die Initiatorin. Das ist auch dem Arbeitseinsatz der 14 Protagonisten zu verdanken, die bei den Aktionen möglichst geschlossen auftreten und damit für noch spektakulärere Bilder sorgen. Eben ganz schön heldenhaft, das Ganze.

Übrigens: Zur Verstärkung des Teams werden noch zwei bis drei Männer gesucht und die besten Aktionen der Berlin Vegan Heroes sollen bald als Film zusammengefasst werden. Alle weiteren Infos findest du hier.

Hauptbahnhof Berlin, Invalidenstr. - 5051, 10557 Berlin
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