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Evis Wochenende: Eine Reise durch Raum und Zeit

Evis Wochenende: Eine Reise durch Raum und Zeit
Einen Blick auf die indigene Bevölkerung Neuseelands ermöglichen uns die Portraits von Gottfried Lindauer.
An diesem Wochenende mache ich mich einfach aus dem Staub. Weg von allem. Lasse das graue Berlin hinter mir und verbringe drei schöne Tage - in Südvietnam, im Rest Europas und schließlich auch noch in Neuseeland. Wie ich das in der kurzen Zeit schaffen möchte? Lies selbst!

Freitag 

Ab ins Kino und lecker essen (Charlottenburg)

Was gibt es an einem nasskalten Novembertag Schöneres als sich in einen Kinosessel einzukuscheln, Popcorn zu knuspern und sich in fantastische Welten entführen zu lassen? Genau: fast nichts. Deshalb bin ich heute mit Freunden zu einem Kino-Marathon verabredet. Bevor es los geht, schlagen wir uns noch im Saigon Green mit asiatischen Tapas die Bäuche voll. Das stets gut gefüllte, südvietnamesische Restaurant hat sich mittlerweile zu einem Stammladen in der City West gemausert. Es gibt neben leckeren Hauptspeisen viele gut kombinierbare Kleinigkeiten, etwa frittierte Süßkartoffeltasche mit Garnelen oder Lotusstängelsalat nach vietnamesischer Art. Danach geht es in den wiedereröffneten Zoo Palast, der gerade seinen ersten Geburtstag feiern konnte. Hier hat man es nicht mit einem der üblichen Multiplexe zu tun – stattdessen wurde alles für das Wohl der Kinogänger getan. Beinfreiheit und Sitze mit verstellbarer Rückenlehne sind nur zwei der Argumente, die für dieses Kino sprechen. Um den Berliner Winter wirklich ganz weit hinter uns zu lassen, schauen wir zunächst den gerade angelaufenen ersten Teil vom dritten Teil der „Tribute von Panem“, danach lassen wir uns von Regisseur Christopher Nolan und Hauptdarsteller Matthew McConaughey in die Zukunft und in entfernte Galaxien entführen. „Interstellar“ läuft im Zoo Palast täglich um 22.40 Uhr.

Wo: Zoo Palast, Hardenbergstraße 29A, 10623 Berlin
Wann: ab 20 Uhr
Wieviel: etwa 10 Euro pro Person und Film

Samstag

Weltreise in Dahlem (Mitte)

Heute beginnt in den Museen Dahlem der „Markt der Kontinente“, der die Besucher an vier aufeinanderfolgenden Wochenenden jeweils in einen anderen Teil der Welt entführt und eine erfrischende Alternative ist zu den üblichen Weihnachtsmärkten. Los geht es mit dem Kontinent „Europa“. Neben Live-Musik erwarten die Besucher Workshops, Abenteuerexpeditionen, Märchenlesungen und gemeinsame Spielerunden. Kleine Besucher können außerdem beim „Kinderfest der Kontinente“ Freundschaftsbänder knüpfen oder lernen, was man alles aus Reis zaubern kann. Auch ein Gang in die Sonderausstellung „Der mechanische Weihnachtsberg aus dem Erzgebirge“ hört sich spannend an. Wer noch besondere Weihnachtsgeschenke braucht, kann die auf dem großen Kunsthandwerksbasar erwerben.

Wo:
Museen Dahlem, Lansstraße 8, 14195 Berlin
Wann: jeweils Samstag und Sonntag 11 bis 19 Uhr
Wieviel: 8, ermäßigt 4 Euro, bis 18 Jahre Eintritt frei

Sonntag

… und jetzt auf nach Neuseeland (Mitte)

Am Donnerstag wurde auf der Museumsinsel die Ausstellung „Gottfried Lindauer. Die Maori Portraits“ für die Besucher geöffnet. Und auch wenn es an einem Sonntag im November ziemlich voll werden könnte – sehen möchte ich die Schau trotzdem schon heute. Schließlich werden die fast fotorealistisch anmutenden Gemälde von Lindauer erstmals außerhalb Neuseelands gezeigt. Angefertigt hat sie der Maler gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Und bis heute halten die Nachfahren der abgebildeten Maori ihre Abstammung, Geschichte und Identität mit den Portraits lebendig. Doch nicht nur über die Kultur der indigenen Bevölkerung Neuseelands, auch über Märkte und Mächte des ausgehenden 19. Jahrhunderts verrät die Ausstellung sicher viel.

Wo:
Alte Nationalgalerie, Bodestraße 1-3, 10178 Berlin
Wann: 10 bis 18 Uhr
Wieviel: 12, ermäßigt 6 Euro
Weitere Infos: www.smb.museum
 

blockquote> „Mal wieder ganz schön viel Programm für ein Wochenende. Hoffentlich machen die Abwehrkräfte nicht schlapp … „

Alte Nationalgalerie, Bodestr. - 13, 10178 Berlin

Telefon 030 266424242
Fax 030 266422290

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Alte Nationalgalerie

Das Reiterstandbild kennzeichnet die Freitreppe der Alten Nationalgalerie Berlin.

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