QIEZ-Tipps

Evis Wochenende: Abgründig

Großbritannien, Kelvedon Hatch, Ausgang eines Atomschutzbunkers, Kelvedon Hatch 2007.
Großbritannien, Kelvedon Hatch, Ausgang eines Atomschutzbunkers, Kelvedon Hatch 2007.
Mein Wochenende bewegt sich diesmal ziemlich genau zwischen Käse, Schnaps und Depression. Verwirrt? Keine Sorge, die folgenden Tipps geben Auskunft.

Samstag

Käsekuchen satt (Kreuzberg)

Zum 10. Mal treten heute in der Marheineke-Markthalle Profi- und Hobbybäcker gegeneinander an, um Berlins besten Käsekuchen zu zaubern. Mindestens! Eine kompetente Jury zeichnet die beste „Käsekuchen-Fantasie“, die Käsetorte und den Käsekuchen des Jahres aus. Währenddessen können die Besucher den Bäckern über die Schulter schauen, sich durchnaschen und ab 16 Uhr auch jede Menge Kuchen kaufen.

Wo: Marheineke-Markthalle, Marheinekeplatz 15, 10961 Berlin
Wann:
11 bis 16 Uhr
Wie viel:
Eintritt frei
Weitere Infos: meine-markthalle.de

Techno tanzen (Friedrichshain / Lichtenberg)

Was danach als Hüftgold anzusetzen droht, muss natürlich schnellstmöglich abgetanzt werden. Dafür gehe ich entweder in die Neuauflage der Magdalena in Alt-Stralau, wo man zur zweiten Clubnacht lädt. „Krank, bizarr und derb“ geht es dank Sven Wittekind zu. Dazu gesellen sich Techno-Größen wie Redhead, Spektre und Cicatric. Oder aber ich steuere den Kosmonaut an. Die etwas verspielten Beton-Elektropartys von Factory Berlin haben sich dort schon eine ziemliche Fangemeinde erspielt. Heute unter anderem am Start: Clouds aus UK, Modul-Artist Escape to Mars und DJ Parallx.


Sonntag

Auf den Spuren des Krieges (Mitte)

Bombenangriffe. Geladene Waffen. Tote Soldaten. Das alles ist für die meisten Deutschen ganz weit weg. Mit seiner Fotoserie „Relikte des Kalten Krieges“ rückt der Fotograf Martin Roemers den Krieg im eigenen Land wieder näher an uns heran. Der zweifache Preisträger des World Press Photo Awards zeigt in seinen Arbeiten bauliche und topografische Hinterlassenschaften des Ost-West-Konfliktes, aufgenommen zwischen 1998 und 2009 in Deutschland – aber auch in Russland, der Ukraine, Belgien oder Großbritannien. Zu sehen sind unter anderem verlassene Armeestützpunkte, Militärfriedhöfe und Bunkeranlagen. Die Schau ordnet seine Arbeiten in den historischen Zusammenhang ein, gibt Auskunft über das nukleare Wettrüsten, den Aufstieg der Geheimdienste und Vorbereitungen auf einen befürchteten dritten Weltkrieg. Eine beängstigend aktuelle Schau.

Wo: Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 2, 10117 Berlin
Wann:
bis 14. August täglich von 10 bis 18 Uhr
Wie viel:
8, ermäßigt 4 Euro
Weitere Infos: dhm.de

Übrigens: Heute um 11 Uhr zeigt das Bundesplatz-Kino in Wilmersdorf außerdem, wie ein Kiez in Moabit seine jüdische Vergangenheit aufgearbeitet hat.

Club Magdalena (geschlossen), Alt-Stralau 1, 10245 Berlin

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