Lebens(t)raum in Treptow

Ökologisches Wohnen im pulsierenden Berlin

Hinter vielen Briefkästen verbergen sich viele Familien. 22 einheiten leben in der Wohngemeinschaft.
Hinter vielen Briefkästen verbergen sich viele Familien. 22 einheiten leben in der Wohngemeinschaft. Zur Foto-Galerie
In Treptow leben über 20 Familien einen Wohntraum. Das ökologische Wohnprojekt Lebens(t)raum Johannisthal überzeugt durch seine gut funktionierende Sozialstruktur und mit der Zufriedenheit seiner Bewohner.

Häuslebauen in der Gruppe: Was für viele Menschen ein Traum ist, hat eine Gruppe Berliner in Treptow in die Tat umgesetzt. Rund 70 Menschen haben sich hier zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen und gemeinsam eine Siedlung gebaut. Sie gaben ihr den Namen Wohnprojekt Lebens(t)raum Johannisthal.

Die Siedlung liegt direkt am Landschaftspark Johannisthal im Grünen und gilt als ökologische Siedlung: Die 20 Häuser mit 22 Wohneinheiten wurden mit ökologischen Baustoffen wie Holz, Lehm und Stroh gebaut. Aufgrund des Straßennamens „Am Rundling“, der sich aus der runden Dorfmitte der Gemeinde ableitet, nennen sich die Bewohner der kleinen Siedlung auch gern „Rundlinge“.

Die Bewohner haben bereits gemeinsam gebaut

Die Rundlinge, das sind etwa 70 Menschen unterschiedlichen Alters, fast die Hälfte davon Kinder; unter den Erwachsenen sind sowohl Paare als auch Alleinstehende. Dieser auf den ersten Blick bunte Haufen funktioniert als Gruppe durchaus gut. Bereits durch das gemeinsame Bauen sind die Bewohner als Gemeinschaft zusammengewachsen. Sie haben im Kollektiv geplant, gefeiert und manchmal auch gestritten.

Einige Jahre ist der Bau jetzt her, und inzwischen kennen die Mitglieder des Wohnprojekts einander so gut, wie es sonst vielleicht nur noch auf Dörfern üblich ist. Im Fokus des Gemeinschaftslebens steht neben der nachbarschaftlichen Nähe die Unkompliziertheit der sozialen Beziehungen. Hier helfen die Bewohner einander in Angelegenheiten des Alltags, das gilt als Selbstverständlichkeit. Zudem sind sie mit verschiedenen Generationen vernetzt.

Neuerungen gehören dazu

Neben gemeinsamen Projekten und Veranstaltungen ist auch das Mehrgenerationenwohnen charakteristisch für das Wohnkonzept der Johannisthaler. Gerade ältere Menschen bekunden immer wieder Interesse am Mehrgenerationenwohnen in der Siedlung, und die Rundlinge stehen potenziellen neuen „Mitbewohnern“ durchaus offen gegenüber. Ohnehin gehört es zum Selbstverständnis der Siedler, Wandel zuzulassen. Seit 2010 beispielsweise gibt es in der Mitte der Siedlung ein Gemeinschaftshaus, und sicher darf man bereits auf die nächste Neuerung gespannt sein.

Foto Galerie


Quelle: kompakt

Baugemeinschaft Lebens(t)raum Johannisthal, Am Rundling 1-20, 12487 Berlin

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