• Donnerstag, 22. Dezember 2011

Bundesinstitut für Risikobewertung in Zehlendorf

Zum Wohle der Gesundheit

  • Bundesinstitut für Risikobewertung
    Bundesinstitut für Risikiobewertung: Hier werden Gifte und andere Gefahrenstoffe in Lebensmitteln und anderen Produkten identifiziert. Foto: KULTURpur - ©Christian Kourik

Saubere Lebensmittel für Mensch und Tier – das finden alle gut. Doch wer kümmert sich darum, dass schädliche oder gar giftige Substanzen in Lebensmitteln identifiziert und die Menschen vor ihnen gewarnt werden? Den Job übernimmt das Bundesinstitut für Risikobewertung. Das kennt sich auch mit Chemikalien und Gebrauchsgegenständen aus.

Seit November 2002 besteht das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin-Zehlendorf. Wissenschaftler und Forscher nehmen seitdem Lebensmittel genauer unter die Lupe und erforschen gefährliche Substanzen in der Nahrung oder in Futtermitteln für Tiere. Den bisher größten Erfolg hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung mit der Bewältigung der BSE-Krise. Insgesamt 750 Mitarbeiter, darunter 298 Wissenschaftler und 35 Auszubildende, sind im Bundesinstitut für Risikobewertung beschäftigt.

Das Institut bewertet Risiken so neutral wie die Schweiz

Die Tätigkeiten des Instituts gehen weit über die reine Forschung hinaus. Es hat auch den gesetzlichen Auftrag, über Risiken für die Verbraucher zu informieren, egal ob es sich um potenzielle, identifizierte oder bereits bewertete Risiken handelt. Dabei stehen nicht nur Lebensmittel im Zentrum des Interesses, sondern auch die unterschiedlichsten Produkte und Gebrauchsgegenstände sowie chemische Stoffe. Transparenz ist ein wichtiges Schlagwort: Der komplette Prozess der Bewertung von Risiken soll für die Bürger transparent gemacht werden. Diese Vorgabe setzt das BfR um, indem es eine umfassende Kommunikationsstrategie in Richtung Wissenschaft und Verbraucher verfolgt.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung arbeitet neutral für Politik, Wissenschaft und Wirtschaft und hilft mit seiner Forschung als Entscheidungsbasis bei der Identifizierung und Bewertung von Risiken im Essen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung unterstützt außerdem bei der Entwicklung von Gegenmaßnahen im Falle einer Bedrohung. Das Institut verfügt über eine nationale und internationale Datenbank, in der alle bisherigen Risiken und Gefahren aufgelistet sind. Das Bundesinstitut für Risikobewertung unterliegt dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Im Zweifel zieht das Bundesinstitut für Risikobewertung externe Berater hinzu

Die Wichtigkeit solch einer Forschung zeigt der Lebensmittelskandal um den EHEC-Erreger, der 2011 in der Bundesrepublik mehrere Todesopfer forderte. Aber das Bundesinstitut für Risikobewertung ist nicht nur für Lebensmittel und Futtermittel zuständig. Im Rahmen des kompletten Verbraucherschutzes kümmert sich die Einrichtung zudem um die Identifizierung und Auflistung von Gift und gefährlichen Chemikalien in Produkten aus dem Non-Food-Bereich. Dazu gehören beispielsweise Artikel aus den Sparten Kosmetik, Spielzeug und Textilien. Genauso nimmt das Institut Tabakprodukte unter die Lupe, und selbst Wasch- und Reinigungsmittel kommen hier auf den Prüfstand.

Und wenn die Fachleute im Institut selbst einmal nicht ganz sicher sind, wie sie eine Frage zu einem Lebensmittel, einem Produkt oder einer Chemikalie beantworten sollen? Dann holen sich die Experten selbst einen Expertenrat. Wie das? Sie wenden sich an externe Berater! 2008 wurden 14 nationale Expertengremien für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz eingerichtet. Die Sachverständigen in den jeweiligen Gremien arbeiten im Bedarfsfall nicht nur ehrenamtlich, sondern auch auf höchstem wissenschaftlichem Niveau mit dem BfR zusammen.

Bundesinstitut für Risikobewertung

Thielallee 88
14195 Berlin

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Quelle: kompakt
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