Am 29. August wird es kriminell spannend in der Hauptstadt: Unter dem Motto „Crime in Berlin“ laden erneut 75 Museen zur traditionellen „Langen Nacht der Museen“ ein, bei der Kulturinteressierte von 18 Uhr abends bis 2 Uhr nachts auf Entdeckungstour gehen können – und das mit einem einzigen Ticket für alle Museen. Das Ticket kostet 23 Euro (ermäßigt 17 Euro). Ein Schnäppchen, das günstiger ist, als die Polizei erlaubt! Besucher erwartet ein buntes Programm aus mysteriösen Mitmach-Rallyes, fesselnden Vorträgen, irrwitzigen Escape-Challenges, Crime Poetry Slam und vielen weiteren Veranstaltungen. Egal ob klein oder groß, für jeden ist etwas dabei. Alle Infos zu Tickets, Routen sowie unsere Programm-Empfehlungen für die Lange Nacht der Museen in Berlin 2026 findest du hier.
Werde selbst zum Detektiv bei „Undercover in Charlottenburg“
Ein mysteriöser Fall hält die Polizei in Atem und führt Besucher auf der Suche nach der Wahrheit quer durch fünf Charlottenburger Museen. So müssen du und deine Co-Detektive bei „Undercover in Charlottenburg“ Hinweise auf den Täter sammeln, den Tathergang rekonstruieren und schließlich den Code herausfinden, mit dem der Fall entschlüsselt werden kann. Mit dabei sind die Abguss-Sammlung Antiker Plastik, das Bröhan Museum, das Käthe-Kollwitz-Museum Berlin, die Sammlung Scharf-Gerstenberg sowie das Schloss Charlottenburg (Neuer Flügel). Los geht es um 18 Uhr im Foyer der Sammlung Scharf-Gerstenberg.
Ein weiteres Angebot, bei dem sich die Besucher auf Spurensuche begeben können, stellt die Frage: Woher kommt die eigene Familie? Viele Menschen, deren Familiengeschichte durch Flucht oder Vertreibung geprägt ist, befinden sich noch immer auf der Suche nach dieser Antwort. Der Workshop „Verwehte Spuren? Das kleine Einmaleins der Familienforschung“ im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung erklärt, wie sie zu ihren Wurzeln zurückfinden können. Der Workshop beginnt um 18 Uhr und dauert etwa 60 Minuten.
Etwas für alle: Tanzen, Drag und Kneipenquiz
Eine der wohl kuriosesten Ausstellungen Berlins: Das Hanf Museum Berlin in Mitte. Dieses lädt zur Langen Nacht der Museen zu einem authentischen Blick auf die Fakten rund um die Cannabis-Legalisierung ein. Dabei stehen nicht schnöde Zahlen oder Statistiken im Fokus, sondern eine exklusive Video-Installation. Die Installation lässt Menschen mit Erfahrungsberichten sowie kritische Stimmen zu Wort kommen und bietet einige überraschende Wendepunkte.
Seit die Berliner Mauer Ost- und Westberlin voneinander trennte, ist auch die DDR-Zeit ein fester Bestandteil der Geschichte der Hauptstadt. Im Stasi-Museum Berlin bekommen Besucher während der Langen Nacht der Museen dieses Jahr die Gelegenheit, in die Vergangenheit einzutauchen. In nachgebildeten Akten der Geheimpolizei kannst du mehr über die Menschen erfahren, die für sie arbeiteten, welche Methoden sie anwendeten und welche Repressionsmaßnahmen gegen die Menschen in der DDR eingesetzt wurden. Alle Infos zum Einblick in die Beispielakten findest du hier.
Wer das Noir-Feeling aus typischen Detektiv-Filmen liebt, der wird im Museumsgarten des Museums für Kommunikation Berlin fündig. Dort entsteht echter 1920er-Flair: So können Besucher sich Stirnbänder im klassischen Flapper-Stil gestalten, mit Haargel eine Wasserwelle legen oder ihren Lippenstift vor der nächsten Party auffrischen. Sogar eine Speakeasy-Bar mit passenden 20er-Cocktails findet sich dort – wenn man das geheime Passwort kennt. Weiter mit Noir-Stimmung geht’s im Polyrama Museum für Lebensgeschichten: Dort können Besucher dank der Audioausstellung „Tutti Stutti“ mehr über den historisch kriminalisierten „Stutti“ (Stuttgarter Platz) im Kiez Charlottenburg erfahren.
Tickets und Routen für die Lange Nacht der Museen in Berlin
Die Organisatoren raten Besuchern, sich auf vier bis fünf Häuser zu beschränken. So bleibe genügend Zeit für spontane Entdeckungen und Begegnungen zwischen den einzelnen Stationen. Damit Besucher sich nicht einfach verlaufen, stehen mehrere Routen zur Navigation durch die Museumsnacht zur Verfügung. Die Routen sind thematisch ausgerichtet, beispielsweise:
- Mission Mauritius: Planst du schon deinen nächsten Bankraub? Egal, selbst wenn nicht: Die Route „Mission Mauritius“ bereitet dich und deine Weggefährten darauf vor, den perfekten Coup durchzuführen – mit allem, was dazugehört. Dabei werden entlang der Route die Reflexe trainiert, Fluchtwege erkundet und Dokumente gefälscht. Mehr Infos zur Route findest du hier.
- Bonnie & Clyde: Die perfekte Route für Paare mit krimineller Energie: Auf dieser Route tauchen die Besucher ab in eine Nacht voller Raubzüge, geheimer Missionen und unvergesslicher Erinnerungen. Dabei kannst du mit deinem Partner zusammenarbeiten und richtig fette Beute machen. Mehr Infos zur Route findest du hier.
- Tatort Museum (Familienroute): Auf der Familienroute erkundest du gemeinsam mit deinen liebsten über vier Stopps hinweg die Museen der Stadt. Zusammen fälscht ihr Kunstwerke und Münzen, sucht nach einem verschwundenen Donner und kommt den Geheimnissen der Museen auf die Spur. Mehr Infos zur Route findest du hier.
Für 23 Euro (ermäßigt 17 Euro) erhalten Besucher Zugang zu sämtlichen teilnehmenden Häusern und können dabei die kostenlosen Shuttle-Busse nutzen. Die im Ticketpreis enthaltenen Shuttle-Busse verbinden die teilnehmenden Museen miteinander. Familien profitieren vom kostenlosen Eintritt für Kinder unter zwölf Jahren, die allerdings ein Gratis-Kinderticket benötigen. Eintrittskarten sind direkt bei den beteiligten Museen oder online erhältlich.






