Die Schweiz ist und bleibt ein beliebtes Ziel für einen Kurzurlaub oder eine längere Rundreise. Von Deutschland aus lassen sich einige Regionen gut mit dem eigenen Auto erreichen. Am praktischsten ist dabei, dass man unterwegs flexibel bleibt und auch kleinere charmante Orte besuchen kann. Vor der Abfahrt sollte man sich allerdings mit einigen Besonderheiten beschäftigen. Denn bei der Nutzung der Autobahnen, beim Parken und bei den Verkehrsregeln gibt es Unterschiede zu Deutschland.
Qiez zu Google hinzufügenFahrstrecke und Reisezeit realistisch planen
Bevor es losgeht, sollte die Route am besten schon einmal grob feststehen. Je nach Reiseziel führt die Fahrt durch unterschiedliche Regionen und möglicherweise über mehrere Landesgrenzen. Für einen Aufenthalt in Zürich oder Basel ist die Anreise aus Deutschland meist recht unkompliziert. Wenn es weiter in Richtung Alpen geht, können dagegen längere Strecken über Bergstraßen hinzukommen. Dabei sollte man berücksichtigen, dass die Fahrt in bergigen Regionen mehr Zeit beanspruchen kann als auf einer gewöhnlichen Autobahn. Auch die Jahreszeit sollte bedacht werden. Im Winter können Schnee und gesperrte Passstraßen die Routenplanung beeinflussen. Deshalb ist es wichtig, vor der Abfahrt noch einmal die aktuellen Straßenverhältnisse zu prüfen.
Achtung: Die Schweizer Vignette nicht vergessen
Anders als in Deutschland wird für die Nutzung vieler Autobahnen und Autostraßen in der Schweiz eine Vignette benötigt. Laut dem Schweizer Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) gibt es diese sowohl als klassische Klebevignette als auch in digitaler Form. Die digitale Vignette für die Schweiz kann ganz entspannt vor der Reise online gekauft werden und ist direkt an das Kennzeichen gebunden. Der offizielle Preis beträgt 40 Schweizer Franken. Die Vignette gilt jeweils vom 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Januar des Folgejahres. Eine Tages- oder Wochenvignette gibt es nicht. Bei Drittanbietern können außerdem zusätzliche Gebühren anfallen.
Vorsicht bei Geschwindigkeitsbegrenzungen
Auch bei den Verkehrsregeln gibt es ein paar deutliche Unterschiede. Auf Schweizer Autobahnen gilt für Pkw grundsätzlich eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Auf den Autostraßen sind normalerweise 100 km/h erlaubt, außerorts 80 km/h und innerorts 50 km/h, wenn keine anderen Schilder gelten. Geschwindigkeitsüberschreitungen können teuer werden. Deshalb sollte man besonders auf wechselnde Tempolimits achten. Das gilt auch für Baustellen und Streckenabschnitte mit besonderen Beschränkungen. Zudem muss in der Schweiz tagsüber mit Licht gefahren werden. Bei neueren Fahrzeugen reicht dafür unter normalen Sichtverhältnissen das Tagfahrlicht aus.
Parkmöglichkeiten im Voraus prüfen
In größeren Städten kann die Parkplatzsuche schnell etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb ist es wichtig, schon vor der Anreise zu prüfen, ob die Unterkunft eigene Stellplätze anbietet. In vielen Schweizer Städten gibt es zudem unterschiedliche Parkzonen. Die Regeln können sich je nach Beschilderung, Parkdauer und Standort unterscheiden. Vor allem bei einem längeren Aufenthalt sollte man sich deshalb nicht nur auf eine freie Parklücke verlassen. Bei einem Hotel außerhalb des Stadtzentrums kann es praktischer sein, das Auto stehen zu lassen und für einzelne Ausflüge öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.
Wichtig: Immer etwas Zeit für Zwischenstopps lassen
Eine Reise durch die Schweiz muss also nicht nur aus der Fahrt von einem Ort zum nächsten bestehen. Unterwegs gibt es unendlich viele schöne Ecken, für die man ruhig etwas mehr Zeit einplanen kann. Ganz egal, ob ein kurzer Spaziergang am See, ein Abstecher in eine kleine Altstadt oder eine Pause mit Blick auf die Berge – oft sind es genau diese Zwischenstopps, die eine Reise besonders machen. Wenn man beispielsweise in Zürich essen gehen möchte, kann man dafür einen längeren Zwischenstopp einplanen und die Gelegenheit nutzen, sich auch die Stadt anzusehen. Deshalb macht es Sinn, die Tagesetappen nicht allzu voll zu packen. Gerade auf kurvigen Bergstraßen dauert die Fahrt manchmal länger als gedacht.
Wenn man sich vorher gut über die mögliche Route und die wichtigsten Verkehrsregeln informiert, kann man die Fahrt letztlich um einiges entspannter angehen. Und wenn nicht jede Stunde fest durchgeplant ist, bleibt auch genügend Zeit, spontan anzuhalten und noch etwas mehr von der Schweiz zu entdecken.






