
Selbstpflücke (verschiedene Orte in Brandenburg)
Wer sein Obst nicht im Supermarkt kaufen möchte, sich aber auch nicht als Apfelbauer sieht, für den gibt es den goldenen Mittelweg: Eine Reihe von Brandenburger Höfen bietet frische Äpfel zum Selberpflücken an. Darunter sind bekannte, aber auch seltenere Sorten. Und natürlich liegen die Preise unter dem Normalniveau im Laden. Leider sind in der Blütenphase im April 2024 die meisten Knospen erfroren. Bekannte Anlaufstellen im Umland wie etwa Neumann’s Erntegarten & Hofladen in Potsdam-Bornim, der Obsthof Lindicke in Werder und das Obstgut Marquardt bei Satzkorn, das zu Potsdam gehört, müssen in diesem Jahr passen: Es gibt nichts zu ernten. Andere wie das Obstgut Müller im Altlandsberger Ortsteil Wesendahl und die SL Gartenbau öffnen ihre Felder ab Ende August für die Selbstpflücke – so lange die Ernte reicht. Vor deinem Besuch solltest du auf der Webseite der Anbieter*innen vorbeischauen, ob und was es derzeit zu ernten gibt. Eine andere Möglichkeit, umsonst an frische Äpfel zu kommen: Das Internet-Portal Mundraub.org zeigt auf einer Karte Obstbäume und -gärten an, die ganz legal der Allgemeinheit zur Verfügung stehen, allerdings wirst du für Äpfel 2024 in andere Bundesländer fahren müssen.

Die Apfelgalerie (Schöneberg)
In einem ausgedehnten Apfelgut nahe Frankfurt/Oder werden gut 150 Sorten für die Schöneberger Apfelgalerie angebaut. Dazu gehören Früchte, die gut lagerbar sind und von fruchtig süß bis erfrischend sauer allen Geschmäckern etwas zu bieten haben. Das Besondere jedoch sind die alten Sorten, die höchstens noch die Großeltern von früher kennen: Die Obstbauern retteten Exemplare mit so klangvollen Namen wie Rotgestreifte Schafsnase oder Gelber Bellefleur. Saft und Liköre sind nicht die einzigen Highlights im Angebot der Apfelgalerie. Auch Apfelchips, Chutney und Gelees aus der Uckermark gibt es in dem Laden, der auf den Apfel gekommen ist.

Hochprozentiges und Saft bei Eschenbräu (Wedding)
Die urige Gaststätte im Wedding setzt auf Selbstgebrautes. Neben dem Bier, das in der hauseigenen Brauerei auf althergebrachte Weise entsteht, kann man auch Apfel- und andere Obstbrände unter der riesigen Eiche im Biergarten kosten. Die Früchte stammen aus eigenem Anbau und werden so lange es geht am Baum gelassen. So entsteht das intensive Aroma, das man in allen Destillaten schmecken kann. Außerdem werden hier Früchte aus Sachsen-Anhalt unfiltriert zu leckerem, naturtrübem Saft gemacht. Die Brände und den Weddinger Whisky kannst du dank Online-Shop auch zu Hause genießen.
Hausbrauerei Eschenbräu, Triftstr. 67, 13353 Berlin
Telefon 0162 4931915
Webseite öffnen
E-Mail schreiben

Cider bei Hops and Barley (Friedrichshain)
Die Kneipe im Friedrichshainer Ausgehkiez ist nicht gerade ein Geheimtipp. Schon gar nicht bei Biertrinker*innen, denn das Hops & Barley hat seine eigene kleine Hausbrauerei. Nicht ganz so bekannt ist, dass dort auch ein veritabler Cider hergestellt wird. Der Apfelwein reift im Fass nach und kommt naturtrüb ins Glas. Weitere Orte in Berlin, an denen du Cider trinken oder kaufen kannst: im Suzette bekommst du vier Sorten Cidre aus der Bretagne und dazu köstliche Galette oder Crêpes, bei Mikkeller bekommst du die dänische Cider-Variante und im Das Gift gibt es Cider aus Großbritannien.

Hahn’s mobile Mostquetsche (Berlin und Brandenburg)
Die Mostquetsche ist Berlins erste mobile Mosterei und steuert nicht nur Gärten, Laubenkolonien oder Streuobstwiesen in der Hauptstadt an, sondern sorgt sich auch um Ernten in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern – und rettet damit tonnenweise leckeres Obst vor dem Komposttod. In diesem Jahr sind die Mosttermine aufgrund der Frostschäden an den festen Standplätzen fast alle gestrichen. Ab 1. September gibt es aber wieder das sonntägliche Mosten in der Baumschule Späth in Treptow, zu dem du nach Absprache reife Äpfel und Birnen bringen kannst. Daraus entsteht dein eigener Saft, der vor Ort in praktische Mostkisten abgefüllt wird. Voraussetzung hierfür: Du bringst mindestens 100 Kilo reife Äpfel mit.





