Urban-Art

Game Over-Ausstellung: So sieht der Kunstmarkt der Zukunft aus

Wenn du am Nolli aussteigst, siehst du die Ausstellung "Game Over" schon von weitem.
Wenn du am Nolli aussteigst, siehst du die Ausstellung "Game Over" schon von weitem.
Graffiti. Tape Art. 3D-Installationen. Augmented und Virtual Reality. NFT. In der Pop-up-Ausstellung "Game Over" am Nollendorfplatz gibt's jede Menge zu bestaunen und zu lernen. Unser Tipp: Definitiv noch angucken!

Wer die Ausstellung The Haus 2017 gesehen hat, weiß im Ansatz, was sie*ihn bei Game Over erwartet: Denn für seine seit Oktober laufende Ausstellung hat sich das Streetart-Kollektiv The Dixons erneut über 60 Künstler*innen aus verschiedenen Bereichen ins Boot geholt, um eine Location kreativ zu „bespielen“, die bald Geschichte sein wird. In diesem Fall ist es die alte Merkur Spielothek, die aufgrund des 2021 beschlossenen Spielhallengesetzes schließen musste und 2022 abgerissen wird. So lange darf auf den rund 2.000 Quadratmetern coole Kunst bestaunt und erlebt werden.

Neu und innovativ ist, dass hier Street- und Urban Art auf digitale Kunst treffen. Über die „normalen“ Werke hinaus erlebst du an vielen Stellen mittels einer hierfür entwickelten App eine digitale Meta-Ebene. Soll heißen: Du stellst dich mit dem iPad vors analoge Kunstwerk, scannst es – und schwups, wird dir ein weiteres Kunstwerk on top präsentiert, oft in 3D, beweglich, einzigartig. Das kann eine Mona Lisa der Gebrüder Posin sein, die dir auf einmal zuzwinkert, die zweite Ebene einer bunten Tape-Art-Welt oder ein sexy Bondage-Werk der Berliner Künstlerin Anne Bengard, die uns schon aus dem Restaurant The Noname bekannt ist – und aus dem plötzlich Schmetterlinge fliegen.

 

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Außerdem trittst du in die digitale Kunstwelt 3.0 ein: Von blockchainbasierter Kunst aka NFT, non-fungeable-token, ist die Rede. Vereinfacht handelt es sich bei einem NFT um ein digital verschlüsseltes, einzigartiges Kunstobjekt. Und Besucher*innen können alle vor Ort ausgestellten Werke nicht nur haptisch erwerben, sondern eben auch digital.

Gut zu wissen: Wir fanden gerade die Führung durch die Ausstellung prima, weil wir so noch besser in die Tiefen der Street Art-Geschichte eintauchen konnten – und auch das Konzept der blockchainbasierten Kunst etwas besser verstanden haben.

Die Ausstellung läuft zunächst noch bis 31.12.2021, wird aber gegebenenfalls verlängert.

Nollendorfplatz 6, 10777 Berlin, Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 7 Euro, Kinder bis 14 Jahre kostenlos, Tickets buchst du über die Homepage.

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