Im Internet ist die Welt noch in Ordnung. Ganz unverdrossen empfiehlt auf seiner Website das Restaurant „Tucher am Tor“, auch als „Theodor Tucher“ bekannt, potenziellen Gästen „moderne deutsche Spezialitäten“ in allerbester Lage: an der Nordwestecke des Pariser Platzes, neben Liebermann-Haus und Brandenburger Tor. Dies hat nur einen Schönheitsfehler: Das Lokal steht leer, verwaist sind Restaurant, Salon und das „Palais Hofgarten“ bereits seit Ende Juni.
Qiez zu Google hinzufügenBush aß Apfelstrudel, Schröder eine Currywurst
Als das „Tucher“ 1998 eröffnete, waren die gefüllten Bücherregale quasi das Herzstück des Ladens, der unter dem ersten Pächter auf Eventgastronomie setzte, mit Möglichkeit zum preiswerten Büchertausch „Gebraucht gegen Gebraucht“ und Lesungen der Kunstfigur „Theodor Tucher“; sogar einen „Erotischen Salon“ hat es zeitweise gegeben. Zudem war das Restaurant „Futterstelle für durchreisende Politiker“, wie Tagesspiegel-Gastronomiekritikerin Elisabeth Binder in der Kolumne „Von Tisch zu Tisch“ schrieb.






