Lage und Gebäude geben die Anforderungen vor
Vor der Auswahl der neuen Fenster und Türen steht eine Bestandsaufnahme. Die Bedingungen können bereits innerhalb eines Hauses sehr unterschiedlich sein. So ist zum Beispiel für ein Schlafzimmer an einer lauten Hauptstraße meist mehr Schallschutz nötig als für eine Küche zum ruhigen Hof.
Bei großen Öffnungen müssen außerdem Profil, Glas, Befestigung und Beschläge zu Abmessungen, Gewicht und Windlast passen. Insbesondere Aluminium Fenster sind für ansprechend gestaltete Glasflächen geeignet, da hier die Rahmen trotz großer Glasflächen schlank bleiben können und das Material zudem sehr pflegeleicht ist.
Für den Wärmeschutz ist das gesamte Bauteil wichtig
Wenn es um Wärmeschutz geht, darf nicht allein das Material betrachtet werden. Bei Fenstern und Türen gibt es konkrete Werte, die sogenannten U-Werte – die aussagen, wie viel Wärme durch sie verloren geht. Der Gesamtwert setzt sich aus den Werten für das Glas und den Rahmen zusammen.
- Bei Fenstern wird der Wärmeverlust durch das Glas und den Rahmen durch den Uw-Wert beziffert.
- Bei Türen handelt es sich entsprechend um den Ud-Wert.
Aluminium ist ein stabiles Material, das allerdings Wärme gut leitet. Daher werden moderne Aluminiumrahmen mit einer thermischen Trennung ausgestattet. Innen- und Außenseite sind dabei durch Dämmstege voneinander getrennt, die unnötige Wärmeverluste verhindern. So lassen sich sehr gute Dämmwerte erreichen.
Guter Schallschutz beginnt vor der Bestellung
Straßenbahn, Lieferverkehr und Stimmen erzeugen unterschiedliche Frequenzen, und alle davon können im Alltag ungeheuer störend sein. Um Umgebungsgeräusche möglichst wirksam zu reduzieren, ist der Schalldämmwert des gesamten Fensters entscheidend. Außerdem sind dichte Bauanschlüsse und schalltechnisch geeignete Rollladenkästen wichtig. Bei Wohnungseingangstüren wirken Türblatt, Zarge sowie umlaufende Dichtungen und Bodendichtungen zusammen.
Altbau und Eigentum setzen eigene Grenzen
Berliner Kastendoppelfenster sind nicht automatisch ein Fall für den Austausch. Je nach Zustand lassen sie sich instand setzen und durch Dichtungen oder eine angepasste innere Verglasung wärme- und schalltechnisch verbessern. Auflagen rund um den Denkmalschutz können Teilung, Material, Farbe und Beschläge betreffen und verhindern, dass Fenster komplett nach den eigenen Wünschen geplant werden können.
Vor Veränderungen ist dann eine Genehmigung der Unteren Denkmalschutzbehörde nötig. Auch in Erhaltungsgebieten können Vorgaben gelten. In einer Wohnungseigentumsanlage gehören Außenfenster und Außentüren regelmäßig zum Gemeinschaftseigentum. Die nötigen Beschlüsse sollten deshalb vor der Beauftragung über die Verwaltung geklärt werden.
Ein gutes Angebot macht Leistungen vergleichbar
Ein Endpreis sagt weniger aus als angenommen, wenn technische Angaben und Nebenarbeiten fehlen. Wer Angebote vergleicht, sollte mindestens auf die folgenden Punkte Wert legen:
- Uw- beziehungsweise Ud-Wert der konkreten Ausführung
- Schalldämmwert des vollständigen Elements
- Aufbau von Profil, Verglasung, Dichtungen und Beschlägen
- Bei gewünschtem Einbruchschutz: Nachweis für das ganze Element nach DIN EN 1627
- Ausbau, Entsorgung, Montage, Fugenabdichtung und Folgearbeiten
Öffnungsart und Farbe sollten unabhängig von der Größe festgelegt sein, bei Türen auch die Schwellenlösung. Sondergrößen erfordern eine passende statische und beschlagtechnische Bemessung. Förderbedingungen sollten vor der Unterschrift geprüft werden.
Erst die Montage macht aus Datenblättern Wohnkomfort
Ein hochwertiges Element verliert an Wirkung, wenn es schief sitzt oder die Anschlussfuge fehlerhaft ausgeführt wird. Innen muss der Anschluss luftdicht sein, außen vor Schlagregen schützen. Dazwischen braucht die Fuge eine geeignete Dämmung. Sind neue Elemente dichter als der Bestand, kann der natürliche Luftwechsel deutlich sinken. Dann ist zu prüfen, ob ein Lüftungskonzept erforderlich ist und wie die Frischluftzufuhr praktisch gelingt. Beschläge und Dichtungen brauchen Wartung, Entwässerungsöffnungen müssen frei bleiben. Sie bestimmen mit, ob Fenster und Türen dauerhaft leichtgängig, leise und dicht bleiben.


