Zu gern lassen wir das Krisenjahr 2025 hinter uns und wenden den Blick nach vorn. 2026 wirkt vielversprechend und das nicht nur, weil es neu ist. Es stehen zahlreiche Highlights an, die nicht nur Fans begeistern werden. Ob Sport, Kultur, Politik oder andere gesellschaftliche Sparten: Wir zeigen dir, was das neue Jahr für dich in Berlin bereithält.
Qiez zu Google hinzufügenGroße Sport-Ereignisse 2026
Die Fußball-Fans fiebern vor allem der WM 2026 entgegen, die mit 104 Spielen die größte WM aller Zeiten werden soll. Klar wird sich Berlin da mit zahlreichen Public-Viewings in Stellung bringen. Auch wenn die Zeitverschiebung zu den Austragungsorten in Mexiko, USA und Kanada ungünstig ist und einige Spitzenspiele für uns mitten in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden angepfiffen werden, Berlin wird sich das Ereignis nicht entgehen lassen.
Zum Glück haben wir in der Hauptstadt aber auch selbst jede Menge Sport-Events, die wir live in der Prime-Time genießen können wie die Basketball-Weltmeisterschaft der Frauen, die Berlin im September 2026 ausrichtet. Insgesamt 16 Spitzenteams des internationalen Frauen-Basketballs treten an, um in der Uber Arena und der Max-Schmeling-Halle um den Weltmeistertitel zu kämpfen. Das Auftaktspiel in der Gruppenphase findet am 4. September statt, Finale ist am 13. September 2026. Tickets bekommst du natürlich jetzt schon.
Quelle: Unsplash/ Copyright: Lesli WhitecottonQuelle: Unsplash/ Copyright: Lesli Whitecotton
Nachdem 2025 erstmals ein American-Football-Ligaspiel der NFL in Berlin ausgetragen wurde, feiert am 15. Januar 2026 die nordamerikanische Basketball-Liga NBA bei uns Premiere mit einem regulären Saisonspiel. Die Teams Orlando Magic und Memphis Grizzlies werden in der Uber Arena gegeneinander antreten. Dadurch kehren auch zwei Ex-Alba-Spieler zurück in die Hauptstadt: Franz und Moritz Wagner, die nun für Orlando Magic Körbe werfen.
Natürlich sorgen auch Events, die regelmäßig in Berlin stattfinden, für Puls bei Profis, Amateuren und Zuschauenden – darunter das ISTAF Indoor am 6. März, das ISTAF am 30. August und das Berliner 6-Tage-Rennen, das als größtes und lautestes Sixdays-Weekend am 30. und 31. Januar 2026 gefahren wird. Die Berlin Tennis Open verwandeln den Traditionsverein LTTC „Rot-Weiß“ Berlin vom 13. bis 21. Juni 2026 in Little-Wimbledon. Immerhin geht es bei dem Rasenturnier hier um fast 1 Millionen Euro Preisgeld. Wer selber Spitzenleistung zeigen will, hat sich hoffentlich rechtzeitig für den Berlin Halbmarathon am 29. März 2026 oder den Berlin Marathon am 27. September 2026 angemeldet.
Konzerte, die 2026 Berlin begeistern
Musikalisch wird 2026 ein aufregendes Jahr für Berlin. Einige Größen der Pop-Rock-Branche kehren nach langer Abstinenz auf die Bühne zurück. Unter anderem wird UB40 ihren unvergleichlichen Reggae-Pop am 10. März in der Uber Arena präsentieren, Franz Ferdinand machen den 1. April im Tempodrom unvergesslich, Nick Cave und seine Bad Seeds werden am 30. Juni auf der Waldbühne erwartet und wenige Tage später am 23. Juni folgen Guns N’Roses in der Uber Arena. Auch nationale Top-Acts geben sich in Berlin die Ehre wie Apache 207 (28. Januar in der Uber Arena), Clueso (21. März in der Uber Arena), MiA. (2. Mai in der Columbiahalle), Schiller (16. Mai in der Uber Arena), AnnenMayKantereit (13. August in der Wuhlheide) und Marteria (16. Oktober in der Max-Schmeling-Halle). Wer es im letzten Jahr verpasst hat: Herbert Grönemeyer kehrt mit „mittendrin – akustisch“ noch einmal zurück auf die Berliner Bühne und begeistert am 9. Februar die Glücklichen, die für diese außergewöhnliche Unplugged-Reihe Tickets ergattern konnten, in der Uber Arena. Und Tokio Hotel machen am 7. November in der Uber Arena Station. Im Sommer stehen dann wieder die bekannten Festivals an, um dich mit Beats und Bands ins Freie zu bringen.
Beim Classic Open Air 2025 spielte sogar das Berliner Wetter mit. Quelle: Classic Open Air/ Copyright: Artem HeissigBeim Classic Open Air 2025 spielte sogar das Berliner Wetter mit. Quelle: Classic Open Air/ Copyright: Artem Heissig
Die Klassik-Fans freuen sich mit Sicherheit schon auf das Konzert der Berliner Philharmoniker mit dem Pianisten Lang Lang am 14. Februar 2026. Aber damit geht das Kulturjahr erst los. Nach dem erfolgreichen Comeback des Classic Open Airs wird der Gendarmenmarkt 2026 vom 9. bis zum 12. Juli erneut zur Bühne für Giovanni Zarrella, Joja Wendt und das Konzerthausorchester unter der Leitung von Joana Mallwitz. Zum krönenden Abschluss am Sonntag übernimmt dann David Garrett mit seiner Band erstmals die Aufgabe, die Hauptstadt für Klassik zu begeistern. Beim Musikfest Berlin sind vom 28. August bis zum 23. September 2026 die besten Sinfonie-Orchester der Welt zu Gast. Außerdem werden hier hervorragende Vokalensembles Berlin auftreten. Für Früh-Entschlossene gibt es attraktive Preis-Pakete.
Kultur und Ausstellungen 2026
Gut 29 Millionen Euro wurden investiert, um eine der berühmtesten Ruhestätten Europas innerhalb von sechs Jahren zu sanieren. Nun wird die Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft im Berliner Dom zu einem der Top-Highlight 2026. Die 91 Särge der Adelsdynastie der Hohenzollern kehren in die 1.500 Quadratmeter große Gruft zurück. Am 28. Februar 2026 darf die Öffentlichkeit die Gräber im Berliner Dom zum ersten Mal wieder besuchen.
Aber auch die Kunstwelt schaut erwartungsvoll nach Berlin, denn 2026 gibt es hier einiges zu sehen. Unter dem Motto „French Summer 2026“ rücken die Neue und die Alte Nationalgalerie Kunst aus dem französischen Nachbarland in den Fokus. Vom 20. März bis zum 9. August zeigt die Neue Nationalgalerie mehr als 150 Werke des Bildhauers Brancusi. Vom 22. Mai bis zum 27. September ist die Sammlung des Kunsthändlers Paul Cassirer in der Alten Nationalgalerie zu bewundern. Enthalten sind darin gut 100 bedeutende Werke des Impressionismus von Künstlern wie Monet, Degas, Cézanne und vielen anderen.
Die Neue Nationalgalerie selbst ist in immer wieder sehenswert. Quelle: SMB/ Copyright: David von BeckerDie Neue Nationalgalerie selbst ist in immer wieder sehenswert. Quelle: SMB/ Copyright: David von Becker
Als eine der international bedeutendsten Performancekünstlerinnen wird Marina Abramović im Frühjahr 2026 im Gropius Bau mit radikalen wie sinnlichen Werken in der Ausstellung „Balkan Erotic Epic“ wieder einmal für Aufsehen sorgen. Im Oktober 2026 folgt dann das Bühnenstück zur Ausstellung im Haus der Berliner Festspiele. Ganz anders, doch nicht weniger bemerkenswert ist die Ausstellung „Dschingis Khan: Die Welt der Mongolen“ in der James-Simon-Galerie ab Oktober 2026. Erstmals werden archäologische Schätze außerhalb der Mongolei präsentiert, die durch hochrangige Leihgaben aus vielen Ländern ergänzt werden.
Zum 100. Geburtstag von Verner Panton wird im Kunstgewerbemuseum „Power, Pop & Plastik“ gefeiert. Wie die Ideen des dänischen Designers und Architekten das Wohnen weltweit beeinflusst haben, verdeutlicht die Ausstellung mit zahlreichen Exponaten vom 13. November 2026 bis zum 23. Mai 2027.
Film in Berlin 2026
Die Kinostadt Berlin verneigt sich anlässlich der Berlinale auch 2026 wieder vor den großen Talenten, die es auf der ganzen Welt zu finden gibt. Die Produktionen, die auf dem berühmten Berliner Festival gezeigt werden, bieten nur einen Ausschnitt, aber der ist bestimmt wieder sehenswert. Entsprechend groß ist die Vorfreude, die sich vom 12. bis zum 22. Februar 2026 in einen Glücksrauch für Cineasten verwandelt.
Die Berlinale ist auch außerhalb der Kinos ein Top-Ereignis für Berlin. Quelle: Berlinale 2025/ Copyright: Daniel SeiffertDie Berlinale ist auch außerhalb der Kinos ein Top-Ereignis für Berlin. Quelle: Berlinale 2025/ Copyright: Daniel Seiffert
Um bei den Oscars mitfiebern zu können, solltest du ab 15. Januar das neue Drama der US-Regisseurin Chloé Zhao ansehen: „Hamnet“ erzählt vom möglichen Familienleben von William Shakespeare in einer reinen Fiktion. Timothée Chalamet glänzt ab dem 26. Februar als Tischtennis-Spieler in „Marty Supreme“. Ab dem 12. Februar lockt die Verfilmung von Emily Brontës „Sturmhöhe“ mit Margot Robbie und Jacob Elordi in die Kinos. Dass Sandra Hüller Hollywood-Potential hat, werden wir ab dem 5. März erleben können. Dann startet „Der Astronaut“. Ihr zur Seite steht Ryan Gosling bei der Verfilmung des Sci-Fi-Romans „Project Hail Mary“ von Andy Weir. Für Altmeister Steven Spielberg legen sich Emily Blunt, Colin Firth, Colman Domingo und weitere Superstars ins Zeug, um „Disclosure Day“ ab dem 11. Juni zum Erfolg zu verhelfen.
Ob „Der Teufel trägt Prada 2“ an den Kultfilm von 2006 anknüpfen kann, wird sich ab dem 30. April in den deutschen Kinos zeigen. Und ob sich „Michael“ als Bio-Pic über die Karriere von Michael Jackson einen Namen machen wird, kannst du ab dem 26. April selbst herausfinden. Ab dem 16. Juli präsentiert sich Matt Damon als Odysseus in „Die Odyssee“ auf der Leinwand. Regisseur Christopher Nolan stellt ihm die A-Liga Hollywoods zur Seite – unter anderem Zendaya, Tom Holland und Anne Hathaway. Wenn es jemand schafft, aus dem klassischen Heldenepos einen fulminanten Kinohit zu machen, dann sicher Oscar-Preisträger Nolan.
Natürlich gibt es neben vielen weiteren Filmen, Konzerten, Ausstellungen und Events, für die es sich 2026 lohnt, die heimische Couch zu verlassen, auch großartige Theaterproduktionen in Berlin. Hier empfiehlt es sich, mindestens einmal in jedes Haus zu gehen, um die Vielfalt der Theaterszene zu genießen. Ob Schaubühne, Volksbühne und Co: Nicht nur die dauernd ausverkauften Evergreens sind bemerkenswert. In Sachen Kultur und Sport wird 2026 also bestimmt ein gutes Jahr.
Politik in Berlin 2026
Weniger glamourös, aber extrem wichtig ist die Wahl zum 20. Abgeordnetenhaus von Berlin und zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 20. September 2026. Der Sommer wird entsprechend heiß, wenn sich die Kandidatinnen und Kandidaten im besten Licht inszenieren und die gegnerischen Parteien mit Skandalen ins Abseits drängen. Berlin ist bekanntlich kein leichtes Pflaster für die Politik. Hier mischt sich Länderpolitik mit Bundespolitik. Zudem sind die Hauptstädter nicht einfach zu beeindrucken und sehen sich selbst in einer Sonderposition im Bund. Eins ist aber in allen Bundesländern gleich: Wählen gehen ist Bürgerpflicht. Also ran an die Wahlurnen in 2026.






