
Markthalle Neun (Kreuzberg)
Die Markthalle Neun in Kreuzberg ist wohl die bekannteste Markthalle in Berlin. Dabei war lange Zeit nicht sicher, ob die historische Markthalle zugunsten eines modernen Einkaufszentrums abgerissen werden würde. Der Mauerbau machte Kreuzberg zu einer Art Sackgasse, die mit günstigen Mieten wenig kaufkräftige Student*nnen und Künstler*innen anlockte. Das bekamen die Händler in der Halle zu spüren, Supermärkte machten den Ständen mit Angeboten Konkurrenz. Die Markthalle wurde schließlich ausgerechnet von Discountern gerettet, die hier einzogen. Nur 30 Marktstände blieben erhalten und gründeten eine Genossenschaft. Nach jahrzehntelangem Ringen um ihre Existenz gab die Genossenschaft 2003 auf, das Gezerre um die Halle ging weiter. Am Ende wurde durch Bürgerproteste der Verkauf an einen Höchstbietenden verhindert und die Halle konzeptgebunden vergeben. 20011 überzeugte die Projektgruppe Markthalle Neun mit einem zeitgemäßen Marktidee und hauchte dem Gebäude wieder neues Leben ein. Heute ist die Markthalle ein Mix aus Hipster-Hotspot und Kiezliebling. Das historische Design dient als Kulisse für fairen und umweltbewussten Handel von regionalen und saisonalen Produkten. Neben dem Wochenmarkt begeistern regelmäßige Themen-Märkte wie der Street-Food-Thursday und der Naschmarkt.
Markthalle Neun, Eisenbahnstraße 42, 10997 Berlin
Telefon 030 61073473
Fax 030 61073474
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Marheineke Markthalle (Kreuzberg)
Eigentlich heißt die Markthalle am Marheineke-Platz schlicht Markthalle XI und zählte seit 1892 zu den vierzehn städtischen Markthallen, die erbaut wurden, um die hygienischen Bedingungen der offenen Platzmärkte zu verbessern. Im Ersten Weltkrieg diente sie als Suppenküche, im Zweiten Weltkrieg wurde das Dach zerstört, aber im Keller liefen die Geschäfte so gut es ging weiter. So wie wir sie heute kennen, als Mix aus Ständen mit frischen Waren und Imbiss-Ständen, ist die historische Halle erst seit 2007 konzipiert. Damals wurde die Marheineke Markthalle so umgestaltet, dass sie 50 Einzelständen Platz bietet, an denen seither mit Bioprodukten gehandelt wird. Dazu locken italienische, spanische, französische und griechische Feinkost und regionalen Spezialitäten Kiezbewohner*innen und Touris an. Typisch für den Bergmannkiez: Auch Veganer finden auf der Gesamtfläche von 2500 Quadratmetern eine große Auswahl.


Arminius-Markthalle (Mitte)
In Moabit gibt es eine Markthalle, die sich sehen lassen kann: Die lichtdurchflutete Arminius-Markthalle ist seit 1982 ein Baudenkmal und versprüht historischen Charme. Genau das bereitete der Halle zunächst marktwirtschaftliche Schwierigkeiten. Nur wenige Händler ließen sich nach umfassenden Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten hier nieder, da die denkmalgeschützten Podeste nicht verändert werden durften. Investoren vom Berliner Großmarkt brachten 2010 neue Ideen und die Gastronomie in die Markthalle. Seither ist die Arminius-Markthalle zu einer etablierten Größe im Kiez gewachsen. Zwischen den Ständen mit Obst, Gemüse, Käse, Fleisch und Fisch lässt es sich samstags hier auch wunderbar brunchen. Neben der kulinarischen Vollverpflegung stehen außerdem regelmäßig Events wie der Kunsthandwerk-Markt und lange Wein-Nächte auf dem Programm.

Markthalle Tegel (Tegel)
Auch wenn die Tegeler Markthalle bereits 1908 als privater Wochenmarkt von Oswald Prenzel gegründet wurde, besticht sie heute durch moderne Architektur und Offenheit. Die Halle ist Teil modernen Fußgängerzone Gorkistraße, die dank einer neu gestalteten Shopping- und Erlebniswelt revitalisiert werden konnte. Die Markthalle ist mit 30 Ständen eher klein, aber durch die Inneneinrichtung ein besonderer Ort, der mehr an südliche Regionen als an das raue Berliner Pflaster erinnert. Neben Obst. Gemüse, Käse, Fisch und Fleisch stehen gastronomische Highlights bereit, die mit asiatischer, spanischer und deutscher Küche erfreuen. Außerdem kannst du Burger, Pizza, Pasta und Sushi essen oder feine Weine erkunden. Bei gutem Wetter lässt es sich hier wunderbar für ein Picknick einkaufen, das man dann am nahen Tegeler See verzehrt.
Markthalle Tegel, Gorkistraße 13, 13507 Berlin
Telefon 030 509 31 3450
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Dong Xuan Center (Lichtenberg)
Etwas vom Stadtkern entfernt, aber trotzdem gut angebunden liegt das größte Markt-Areal der Stadt: das Dong Xuan Center. Wer die von außen eher unscheinbar wirkenden Lagerhallen betritt, findet sich in einer Welt voll buntem Plastik wieder. Trotzdem entdeckt man auf diesem asiatischen Großmarkt viel mehr Nützliches, als man es sich vorstellen kann. Neben asiatischen Lebensmitteln gibt es Textilien, Spielzeug und Haushaltsartikel. Dazu etliche Friseure und Nagelstudios. Auf jeden Fall braucht man viel Zeit zum Stöbern und Mut, um ein paar der Speisen vor Ort zu probieren – im Winter empfehlen wir eine deftige Nudelsuppe und im Sommer einen vietnamesischen Eiskaffee. Allerdings gerät das Center wegen Schleuser, Schlägereien und anderen kriminellen Vorkommnissen immer wieder in die Schlagzeilen. Da die meisten Händler (hoffentlich) nicht darin verwickelt sind, empfehlen wir es trotzdem.
Dong Xuan Center, Herzbergstr. 128-139, 10365 Berlin
Telefon 030 55152038
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