Manchmal braucht man nur einen Tapetenwechsel, um den Kopf freizubekommen. Für alle Berliner*innen, die dem tristen Alltag entfliehen möchten, empfehlen wir eine kleine Rundreise, die gleich mehrere Facetten Europas auf einmal präsentiert. In weniger als fünf Stunden bringt dich ein ICE von Berlin direkt nach Düsseldorf – stressfrei, nachhaltig und ohne Stau. Dort beginnt die eigentliche Reise, die voller Kontraste steckt und die moderne Urbanität mit französischer Eleganz verbindet. Zum Finale findest du dich dann in der Stadt der Liebe wieder: Paris bildet den krönenden Abschluss. Aber erst einmal von Anfang …

Düsseldorf: Wo französisches Flair und japanische Tradition aufeinandertreffen

Der erste Stopp führt uns ins vielseitige und wirklich sehr abwechslungsreiche Düsseldorf. Das 25hours Hotel Das Tour, im neuen Quartier Central gelegen, das deutsche Ingenieurskunst mit französischem Lebensgefühl eint. Das Hotel greift den besonderen Frankreich-Bezug der Stadt am Rhein auf: Düsseldorf pflegt seit Jahrzehnten enge wirtschaftliche und kulturelle Verbindungen zu Frankreich. Dies spiegelt sich nicht nur im französischen Einfluss des Hotel-Designs wider, sondern auch in der kulinarischen Ausrichtung.

Copyright: Steve Herud — Quelle: 25hours Hotel Das Tour

Credit: 25hours Hotel Das Tour / Steve Herud

Die Zimmer des Hotels sind in zwei unterschiedlichen Stilrichtungen gestaltet: Die „Chambres“ erinnern an Pariser Charme mit warmen Farben, freistehenden Badewannen und romantischen Details. Die „Studios“ hingegen stehen für die deutsche Präzision mit klaren Linien und moderner Einrichtung. Das gesamte Gebäude ist durchzogen von französischen Details, die sowohl verspielt als auch elegant wirken.

Ein absolutes Highlight ist der The Paris Club im 16. und 17. Stock, den wir für ein Abendessen besuchen. Das Restaurant serviert moderne Interpretationen französischer Klassiker wie Steak oder Moules Frites und Ratatouille – begleitet von tollen französischen Weinen. Der 360-Grad-Blick über Düsseldorf, insbesondere bei Nacht, macht den Besuch unvergesslich. Die gleichnamige Bar im oberen Stockwerk ist der ideale Ort, um den Abend mit einem French Negroni oder einem Glas Champagner stilvoll ausklingen zu lassen. Selbst kleine Details wie die Getränkekarte sind durch und durch frenchised. Hier fühlen wir uns einfach nur wohl!

Copyright: Visit Düsseldorf — Quelle: Am Rhein

Credit: Visit Düsseldorf

Am nächsten Tag machen wir einen Spaziergang durch die Altstadt. Highlights wie die Rheinuferpromenade und der Rheinturm locken mit Ausblicken, während die Brauerei Uerige bei einem Altbier rheinländische Gemütlichkeit bietet. Doch Düsseldorf hat noch eine weitere Besonderheit: das japanische Viertel an der Immermannstraße. Hier lebt die größte japanische Gemeinde Deutschlands, die sich in den 1950er Jahren etabliert hat, als viele japanische Unternehmen ihre Europazentralen in der Stadt ansiedelten.

Ein kulinarisches Highlight im japanischen Viertel ist das Kushi Tei, ein Izakaya-Restaurant, das für seine köstlichen Grillspieße (Yakitori) und hausgemachte Ramen bekannt ist. Neben traditionellen Snacks wie Edamame und Karaage (frittierte Hähnchenstücke) bietet die Karte auch frischen Fisch und Sushi in Spitzenqualität. Die lockere Atmosphäre des Izakaya macht es zum perfekten Ort, um in die japanische Kultur Düsseldorfs einzutauchen. Wer dann noch Hunger hat, gönnt sich in einem der vielen asiatischen Supermärkte noch Onigiri, Mochi und Co.

Köln: Streetart und Stadtgeschichte am Rhein

Am nächsten Tag erreichen wir nach einer kurzen Zugfahrt entlang des Rheins Köln. Im 25hours Hotel The Circle checken wir ein und sind sofort begeistert: Der Rundbau, ein Wahrzeichen des Gerling-Quartiers, vereint historischen Charakter mit futuristischem Design. Die Zimmer bieten teils einen atemberaubenden Blick über die Stadt – bei klarem Wetter siehst du sogar die Türme des Doms in der Ferne. Alle öffentlichen Bereiche sind liebevoll gestaltet, mit einem Hauch von 1960er-Jahre-Flair. Besonders die gemütlichen Lounge-Ecken und die kleine Bibliothek laden zum Verweilen ein.

Köln selbst sprüht nur so vor Kreativität. Besonders das Viertel Ehrenfeld ist ein Eldorado für Streetart-Liebhaber. Auf einer geführten Tour entdecken wir beeindruckende Werke von Künstler*innen wie ROA oder Fin DAC, die nicht nur Wände, sondern ganze Hausfassaden in farbenfrohe Kunstwerke verwandelt haben. Zwischen versteckten Hinterhöfen und pulsierenden Straßen lernen wir, wie Streetart hier als Ausdruck von Freiheit und Identität verstanden wird. Die Werke sind oft politisch, humorvoll oder einfach nur schön – ein absolutes Highlight.

Copyright: Büze Ehrenfeld — Quelle: KölnTourismus GmbH | VisitKöln

Credit: KölnTourismus GmbH | VisitKöln

Im Kölnischen Stadtmuseum tauchen wir dann tief in die Geschichte der Stadt ein. Die Ausstellung zeigt, wie sich Köln von der Römerzeit über das Mittelalter bis zur modernen Metropole entwickelt hat. Ein Besuch im Kölner Dom ist danach ein absolutes Muss. Nur wenige Minuten zu Fuß vom Museum entfernt erhebt sich das imposante Bauwerk mit seinen majestätischen Türmen. Der Anblick der gotischen Architektur beeindruckt uns ebenso wie das Innere, wo das Licht durch die farbigen Glasfenster fällt und eine besondere Atmosphäre schafft.

Abends stärken wir uns im Brauhaus Johann Schäfer, wo deftige Köstlichkeiten und frisch gezapftes Kölsch serviert werden. Zum Abschluss des Tages zieht es uns in die Monkey Bar, die wir bereits aus Berlin kennen. Doch hier ist der Blick ein anderer: Statt auf die Gedächtniskirche schauen wir direkt auf die beleuchteten Türme des Kölner Doms – ein Anblick, der uns in seinen Bann zieht.

Paris: Eleganz und Vielfalt an der Seine

Nach zwei Tagen Rheinromantik wartet der krönende Abschluss unserer Reise: Paris. Mit dem Eurostar fahren wir von Köln aus in knapp dreieinhalb Stunden direkt ins Herz der Stadt. Unser Ziel ist das 25hours Hotel Terminus Nord, das direkt gegenüber dem Gare du Nord liegt. Das Hotel ist eine Hommage an die Vielfalt des 10. Arrondissements und begeistert uns mit seinen lebhaften Farben, den individuellen Designs der Zimmer und der schicken Sape Bar, die das urbane Flair von Paris widerspiegelt. Besonders schön finden wir die kleinen Details, die an die kosmopolitische Seele des Viertels erinnern: eindrucksvolle Muster, einzigartige Kunstwerke und eine entspannte, weltoffene Atmosphäre. Ob zum Frühstück oder für einen Drink am Abend – das Hotel ist der perfekte Rückzugsort.

Copyright: Steve Herud — Quelle: 25hours Hotel Terminus Nord

Credit: 25hours Hotel Terminus Nord / Steve Herud

Der Gare du Nord selbst ist nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt, sondern auch ein architektonisches Meisterwerk. Mit seinen formidablen Fassaden und detailreichen Verzierungen erzählt der Bahnhof die Geschichte des Pariser Bahnverkehrs und vermittelt den Reisenden schon bei Ankunft die Eleganz, die Paris ausmacht.

Am ersten Abend lassen wir uns auf etwas ganz Besonderes ein: einen Besuch im Cabaret Arthur. Hier erleben wir ein Dinner kombiniert mit einer Show der talentierten Drag Queens. Obwohl wir kein Französisch sprechen, verstehen wir die Botschaften der Performances, denn die Emotionen und die Musik vermitteln uns die Inhalte perfekt. Es ist ein Abend voller Lachen und Glamour – und vor allem ein echter Geheimtipp, fernab der typischen Touristenpfade, in dem wir das authentische Pariser Nachtleben entdecken.

Am nächsten Tag machen wir uns zu Fuß auf den Weg zur Basilika Sacré-Cœur, die sich würdevoll über Montmartre erhebt. Der Aufstieg durch die charmanten Gassen, vorbei an Straßenkünstler*innen und kleinen Cafés, lohnt sich: Oben angekommen, genießen wir einen der besten Ausblicke über die Stadt. Montmartre selbst macht uns durch die musische Atmosphäre zu Fans. Wir entdecken das Montmartre-Museum, ein verstecktes Kleinod, das die Geschichten berühmter Künstler wie Toulouse-Lautrec und Renoir erzählt und einen tiefen Einblick in die kreative Vergangenheit des Viertels gibt. Ein weiterer Höhepunkt unseres Tages ist der Besuch der Galeries Lafayette Haussmann. Neben der prachtvollen Architektur des Kaufhauses fasziniert uns vor allem die kostenlose Dachterrasse. Hier oben haben wir eine spektakuläre Aussicht auf die Skyline von Paris – inklusive Eiffelturm und Oper.

Copyright: Romain Ricard — Quelle: Bonnie

Credit: Bonnie / Romain Ricard

Für das Abendessen wählen wir das Bonnie, ein Restaurant, das zugleich Bar und Club in einem ist und die ausgelassene Atmosphäre der 1960er- und 70er-Jahre aufleben lässt. Das elegante Interieur, geprägt von modernem Design mit goldenen Akzenten, versprüht luxuriösen Retro-Charme. Die hoch über den Straßen von Paris gelegene Terrasse bietet einen spektakulären Ausblick auf die funkelnde Skyline – besonders bei Sonnenuntergang ein magischer Moment.

Als Vorspeisen lassen wir uns die hauchdünn geschnittenen Jakobsmuscheln mit Liebstöckel und einem Hauch Limette sowie den frischen Ziegenkäse mit karamellisierter Süßkartoffel servieren – ein harmonisches Spiel aus Süße und Frische. Die Trüffelpasta begeistert uns mit ihrer cremigen Textur, während das zarte Entrecôte mit seinem intensiven Geschmack den Hauptgang perfekt abrundet. Dazu lassen wir uns von Bonnies Mixologen den IPKISS empfehlen, einen innovativen Cocktail aus Tequila Casamigos Blanco, Gauloise Verte, Pandan, grünem Chili und grünem Apfel – eine ungewöhnliche und aufregende Kombination. Alternativ stehen natürlich auch klassische Champagner-Sorten bereit.

Zum Abschluss unserer Reise lassen wir noch die vielen Eindrücke Revue passieren – die rheinische Lebensfreude in Düsseldorf, die kreative Energie Kölns und das unvergleichliche Flair von Paris. Es war eine unvergessliche Erfahrung, die uns gezeigt hat, wie facettenreich Europa ist. Und wir wissen schon jetzt: Wir kommen wieder, denn mit der Wiedereröffnung von Notre-Dame gibt es einen weiteren Grund, Paris erneut zu besuchen.

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