
Tossakan
Wer Bock auf kompromisslos scharfe Thai-Küche hat, der wird im Tossakan fündig. In der ruhigen Schliemannstraße im Prenzlauer Berg sind die Bedingungen perfekt, um den Abend ungestört ausklingen zu lassen. Die gemütliche Inneneinrichtung bewirbt sich nicht für einen Designpreis, sondern bietet insgesamt einen tollen Ort, um den Alltag zu vergessen. Wir empfehlen den köstlichen grünen Papaya-Salat mit Erdnüssen, langen Bohnen, Tomaten und Limetten-Dressing (11,50 Euro). Das Highlight ist der frittierte Wolfsbarsch mit Tamarinde-Chili-Soße, Koriander und Thai-Basilikum (28,50 Euro) – superknusprig von außen und zart von innen, so soll es sein! Zum Abschluss gibt es noch süße Mango mit Kokosmilch, Pandan und schwarzem Klebreis, auch Mango Sticky Rice (8,50 Euro) genannt.

Kink
Das Kink ist schon lange ein Place-to-be und durch sein besonderes Innendesign sogar international bekannt. Doch 2025 macht das szenige Lokal kulinarisch eine Rolle rückwärts und erfindet sich als Lieblingsort der Nachbarschaft neu. Die Küche bietet nun einfache Gerichte mit günstigen Weinen neben Austern und Prickel. So kannst du dich mit jedem Budget und in jeder Stimmung hier zu Hause fühlen. Die Gerichte sind zum Teilen gedacht, das betont die familiäre Atmosphäre. Das junge Team in der Küche lässt jedenfalls keine Langeweile aufkommen – von Ceviche über gerösteten Lauch bis Pommes Provençal. Wenn das Wetter gut ist, genießt man das alles in einem der schönsten Gärten Berlins. Und das lang, länger und am längsten.
KINK Bar & Restaurant, Schönhauser Allee A 176, 10119 Berlin
Festnetz 030 41207344
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November
Dass hier fast 30 Jahre das Kiez-Café November residierte, erinnern nur noch wenige, denn das gleichnamige Restaurant der The Catch Family überstrahlt die Vergangenheit mit schickem Design und erstklassigem Essen. Eine Eichenholzbar, an der Sushi-Chef Ruslan Kim perfekte Nigiris, Sashimi, Carpaccio und Tatar aus hochwertigem Fisch zubereitet, ist das Herzstück des Raumes. Ansonsten lässt das edle, minimalistische Ambiente Design-Fan-Herzen höherschlagen. Bei sommerlichem Wetter ist die grüne Terrasse auf der ruhigen Husemannstraße mit ihren schönen Altbauten begehrt. Das Essen lohnt zu jeder Jahreszeit und die ausgezeichnete Produktqualität rechtfertigt die gehobenen Preise.

Matthias
Wenn du dir mal etwas Gutes gönnen möchtest, musst du ins Restaurant Matthias gehen. Was der junge Chefkoch Silvio Pfeufer hier mit seinem Team zaubert, macht jeden Tag zum Festtag. Kein Wunder, Pfeufer hat 3-Sterne-, 2-Sterne- und 1-Stern-Erfahrung. Zuletzt war er im Einsunternull, bis ein Gästepaar ihn mit Janine Woltaire zusammenbrachte, die sich als Gastgeberin im Rutz und Horváth einen Namen gemacht hat: Sie wurde sogar vom Feinschmecker und vom Gusto ausgezeichnet. Das Matthias ist ihr erstes gemeinsames Lokal. Und das spürt man auch. In jedem Detail steckt Herzblut – auch bei der Auswahl der Weine. Zum Kennenlernen empfehlen wir den Markt-Mittag am Samstag. Da gibt es Lunch im Matthias im Easy-Going-Style, aber ebenso lecker und wohlfühlig wie an den Abenden, an denen die modernen Interpretationen der französischen Küche echte Kunstwerke sind.

Osmans Töchter
Osmans Töchter hat die anatolische Küche in Berlin endlich aus der Döner-Zone befreit. In dem gemütlichen Restaurant bekommst du köstliche Meze, die sich mit frischen Zutaten und viel Liebe von allem abheben, was du bisher an türkischen Spezialitäten probiert hast. Der familiäre Charakter steckt übrigens nicht nur im Namen! Unsere Favoriten sind Ahtapot Tava, Oktopus mit Kartoffeln, Chili und Zimt (19,50 Euro), Fırınlanmış Karnabahar, gerösteter Blumenkohl (12,50 Euro), und Mercimek Köftesi, Linsen-Bällchen auf Römersalat (8,90 Euro). Aber wir wollen dich nicht beeinflussen, denn auch die typischen Klassiker wie Köfte, Sigara Böreği und Humus sind genial. Dazu wirst du von einem aufmerksamen Service umsorgt, der dir auch gern die Meze erklärt, als würde seine Oma in der Küche stehen.

JÓMO
Während es heutzutage üblich ist, zu versuchen, überall zur gleichen Zeit zu sein, um ja nichts zu verpassen, konzentriert sich das Jómo auf das Wesentliche. Das selbst auferlegte Motto „Joy of Missing Out“ funktioniert prächtig. Hier herrscht höchste Konzentration auf besten Geschmack. Der kommt vor allen Dingen bei den Jakobsmuscheln mit Kohl und Pilzen (26 Euro), beim Dry Aged Beef Rib mit Kartoffel-Salbei-Püree und Spinat (29 Euro) und bei der gebackenen Süßkartoffel mit Miso-Aubergine und Tahini (22 Euro) zur Geltung. Doch eigentlich ist es unfair, hier Gerichte besonders hervorzuheben, weil die anderen auch eine Erwähnung verdient hätten. Die Küche bezeichnet sich selbst als international mit multikulturellem Hintergrund: Besser können wir es auch nicht beschreiben. Großartig ist auch, dass das Restaurant dir den ganzen Tag zur Seite steht: mit Frühstück, das es so ausgefallen sonst kaum gibt, und einer kleinen Lunch-Auswahl.

Wen Cheng
Das Wen Cheng auf der Schönhauser Allee liegt im Dauertrend. Reservieren kannst du nicht, die Schlange ist manchmal sehr lang. Aber wenn du die handgezogenen chinesische Nudeln probiert hast, kommst du immer wieder. Durch die offene Küche kannst du zusehen, wie die Köch*innen alles frisch zubereiten. Neben den scharfen Biangbiang-Nudeln, die wahlweise mit Rind, Lamm, Aubergine oder Tofu angeboten werden und in einer Knoblauch-Chilibrühe kochen, empfehlen wir dir auch die milderen Wen-Cheng-Nudeln (alle Nudeln ab 16,50 Euro). Wer nur was Kleines mag, nimmt die Szenchuan Bao Buns, die aus der taiwanesischen Streetfood-Szene bekannt sind und hier entweder mit Buttermilch-Hähnchen oder knusprigem Tofu serviert werden (ab 7 Euro). Die Karte ist zwar klein, genauso wie auch der Laden, aber alle angebotenen Gerichte sind sehr lecker!

Tbilisi
Der Name Tbilisi, Hauptstadt Georgiens, macht kein großes Geheimnis daraus, dass hier kulinarische Klassiker der georgischen Küche und georgische Weine serviert werden. Was du aber vielleicht noch nicht weißt: Hier schmeckt es bestens. Besonders beliebt sind die mit Fleisch gefüllten Chinkali – allerdings mit einer Wartezeit bis zu einer Stunde, daher empfiehlt sich unbedingt eine Vorspeise zu nehmen. Toll ist auch das Supra, eine üppige Feier, die man sich auch mal zwischendurch gönnen kann. Ab zwei Personen bekommst du für 85 Euro im Tbilisi verschiedene Vorspeisen und ein Hauptgericht wie Mzwadi (Schaschlik-Spieße) mit Beilagen, Khachapuri und einer Dessertauswahl. Das Schöne an der georgischen Küche: Auch Veganer*innen werden fündig. Das recht große Restaurant bietet bei gutem Wetter auch draußen Plätze an.

Froindlichst
Selbstgemachte Soßen, veganer Ofenkäse, Chili Cheeze Nuggets, Burger, Burrito: Die Küche im Froindlichst tüftelt ständig an neuen Gerichten (ab 7 Euro) und wirkt sehr international. Vor allen Dingen beim Bacon kommt oft die Frage auf: Ist das wirklich vegan? Ja, ist es. Die Basis aller Gerichte ist die Verwendung frischer Zutaten gepaart mit einem Extra-Kick Kreativität. Beim Anblick der Speisen läuft entsprechend selbst gestandenen Fleischfreund*innen das Wasser im Mund zusammen. So ist das szenige Winsviertel seit 2021 Anlaufstelle für alle, die sich nach wohltuende Comfort-Food – ohne jegliches Tierleid – sehnen.
Froindlichst, Immanuelkirchstraße 31, 10405 Berlin
Telefon 030 40056289
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Kanaan
Betreiber Oz Ben David läuft im Kanaan gern von Tisch zu Tisch und sorgt dafür, dass alle sich wohlfühlen. Oft ist der gebürtige Israeli den Gästen dann auch behilflich, wenn sie nicht recht wissen, wie man die Spezialitäten isst: Die Pita wird halbiert und befüllt mit allem, was auf dem Tisch steht. Hier wird die israelisch-palästinensische Küche vegan-vegetarisch im Streetfood-Style zubereitet. Wir empfehlen dir das Hummus Massabacha, warmer Hummus mit ganzen Kichererbsen, Tahini und Tatbile oder die gefüllte Zwiebel mit Freekeh, Wurzelgemüse, pikanter Tomaten-Pfeffersoße serviert mit Ziegenjoghurt, Minze und Granatapfel. Nicht nur die Tische sind im Kanaan kunterbunt, sondern auch die Mitarbeiter*innen: Menschen aus Israel, Palästina und dem ganzen Nahen Osten sowie aus Asien und Afrika arbeiten friedlich unter einem Dach und sorgen für gute Stimmung. Auch die Gründer, Oz Ben David aus Israel und Palästinenser Jalil Dabit sind Beispiele für ein harmonisches Miteinander fernab der Politik.





